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Die sieben W-Fragen zu Rungholt

Die Sendung Terra X nannte den sagenhaften Ort Atlantis der Nordsee, viele Sagen und Gedichte ranken sich um den Ort, die Rede ist vom rätselhaften, jahrelang verschwundenen Rungholt. Wir gehen deshalb heute den sieben wichtigsten W-Fragen nach.

Wo lag Rungholt genau?
Warum war es Jahrhunderte vergessen, nur eine Sage?
Wer hat es wiederentdeckt?
Wie reich war es tatsächlich?
Wie ist es untergegangen ?
Welche Auswirkungen hat der Klimawandel?
Und Wo kann ich mich informieren?

Wo lag Rungholt also genau?
Zu den wenigen gut erhaltenen Karten des 16. Jahrhunderts mit einer Darstellung der Herzogtümer Schleswig und Holstein gehört die Karte des Marcus Jordanus aus dem Jahre 1559. Es ist die älteste noch vorhandene Karte dieses Gebietes. Das einzige erhaltene Exemplar befindet sich in der Universitätsbibliothek in Leiden, Niederlande.

Hier zunächst der damalige Verlauf der Trave.



Trave auf der Jordanuskarte 1634Trave auf der Jordanuskarte 1634


Marcus Jordanus wurde 1531 in Krempe in Holstein geboren. Er war Professor für Mathematik an der Universität Kopenhagen. Vom dänischen König Christian III. wurde er mit kartographischen Arbeiten im Königreich beauftragt. Später war er Ratsherr und Bürgermeister in Krempe, wo er 1595 starb.
Die Karte enthält eine der ältesten Darstellungen der Insel Nordstrand vor 1634. Dabei sind äußere Gestalt und Lage der Insel stark verzeichnet. Die Darstellung müsste um etwa 90 ° nach links gedreht werden, um der tatsächlichen geographischen Position zu entsprechen. Dagegen geben die eingezeichneten Ortschaften die wirkliche Lage einigermaßen genau wieder. Die Trendermarsch, früher eine Insel, ist bereits angedeicht.

Rungholt auf der Jordanuskarte 1634Rungholt auf der Jordanuskarte 1634
und hier vergrößert Rungholtund hier vergrößert Rungholt

Im Jahr 1652 gab Caspar Danckwerth (1605 – 1672) ein Kartenwerk mit dem Titel „Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein“ heraus. Darin sind Karten des Husumer Kartografen Johannes Mejer (1606 – 1674) enthalten. Seine „Landtcarte von dem Alten Noordfrieslande“ rekonstruiert die Lage von Rungholt um 1240 und gibt die umliegenden Kirchspiele wieder.
Mejers Grundlage für die Rekonstruktion waren alte Kirchenlisten. Trotz großer Ungenauigkeiten lässt die Karte die ungeheuren Landverluste in Bereichen der norddeutschen Küsten erahnen. 

Die Danckwerth-Karte von 1652Die Danckwerth-Karte von 1652
Rungholt auf der Danckwerth-Karte von 1652Rungholt auf der Danckwerth-Karte von 1652

Besser natürlich hier:

Karte aus dem Inselmuseum NordstrandKarte aus dem Inselmuseum Nordstrand

Die Veränderungen im Gebiet der heutigen Hallig Südfall (grün umrandet)
Hallig Zydval (Südfall) 1633 = 1633 grüngestrichelte Linie
Links (blau) das heutige Tief der Norderhever, das vor 1000 Jahren noch nicht existierte, heute aber eine Wassertiefe bis zu 30 m und eine Breite von 2000 m aufweist.

Warum war es Jahrhunderte vergessen, nur eine Sage?
Es gab hier schließlich nur das Watt und die alten Karten. 

Watt

Da waren aber noch die Sagen oder Legenden.

Von Rungholt gab es  erst zwischen 1921 und 1938 belegbare Spuren. Die Gezeiten im Watt nördlich von Südfall spülten wieder Überreste von Warften, Bauten und Zisternen frei. Recherchen zu Dokumenten führten dann auch erst in Kopenhagen zum Erfolg.
Die älteste Erinnerung wird Anton Heimreich zugesprochen. 
Am 11. Oktober 1634, da war Anton Heimreich, Pastor der Hallig Nordstrandischmoor, 8 Jahre alt, zerriss die Burchardiflut die Insel Strand. Dabei wurden 33 der 57 Häuser von Trindermarsch, wo er vermutlich am 5. März 1626 geboren wurde, zerstört und die Kirche schwer beschädigt.


Die Rungholt-Sage
Hier in der Fassung des Rektors Matz Paysen (* 1622 in Hattstedt), der die nordfresische Chronik von Anton Heimreich ins lateinische transferierte.

Ein kleines Geschichtchen aus einer Nordstrander Handschrift friesischer Zunge

Rungholt war ein kleines Städtchen auf dem Strand bei Pellworm, dort, wo jetzt Südfall sich befindet. In diesem verlangten einige betrunkene Bauern, dass der Pastor nach einer öffentlichen Schankstätte herbeigeholt würde, damit er einem Kranken den letzten Hilfs- und Liebesdienst leiste. Der Wirt erinnerte jene daran, dass er eine gewaltige Sau habe; man könnte diese durch ein Quantum Bier bis zur Trunkenheit wie einen Menschen voll machen, und sie werde durch ihr Grunzen die Stimme eines Kranken zum Ausdruck bringen, wenn sie auf ein Lager gebettet wäre. Da lachten die Bösewichter dazu und bildeten sich frevelnden Sinnes ein, wenn sie die Frömmigkeit des Priesters und Gott in dieser Weise verspotten könnten, sie den Ruhm einer großen Tat sich bei ihren Mitbürgern erworben haben würden.

Küste bei RungholtKüste bei Rungholt

Der Priester, der da meinte, dass nichts weiter geschehen würde, wenn er auch den Mutwillen sowie die Rohheit und den äußersten Frevelsinn seiner Pfarrkinder wohl kannte,  eilte mit dem heiligen Kelch am späten Abend herbei. Die Bauern mahnten ihn, dass er die heilige Handlung begänne und führten den Priester zu dem Lager, auf dem die Sau, von Bier eingeschläfert, grunzte, und suchten ihm zu bedeuten, dort seien die Obliegenheiten seines Amtes bei dem Kranken zu erledigen. Da der Mann das Tier erblickte, schauderte er zurück; aber als er nach den heftigsten Scheltworten gegenüber den Zechbrüdern fortgehen wollte, rissen ihn die teuflischen zur Ofenbank und hießen ihn, er mochte nun wollen oder nicht, mit ihnen zu zechen. Als er sich weigerte und alle Heiligen zur Hilfe rief, versetzten sie ihm Ohrfeigen, entrissen dem Priester den heiligen Kelch, warfen ihn auf den Boden und richteten , nachdem sie ihn wieder aufgesammelt hatten, ein frevlerisches Saufgelage mit ihm an.

Hallig (Modell im Multimar-Wattforum Tönning)Hallig (Modell im Multimar-Wattforum Tönning)

Endlich entließen sie den Priester mitten in der Nacht, nachdem sie ihn mit Fäusten zerbläut hatten, der nun über den Frevel seiner Pfarrkinder empört und eingedenk des ihm zugefügten Unrechts, da er an menschlicher Hilfe verzweifelte, unverzüglich die göttliche anrief.

Und nicht blieb auf sein Bitten in dem hinter ihm wieder verschlossenen Gotteshause die rasche Strafe Gottes aus. Da ihm nämlich auf sein Flehen mit drei Jungfrauen in tiefer Nacht die Stimme anrief: "Weichet sofort mit den Eurigen auf die Hügel, denn bald wird Rungholt untergehen."
Daher wanderten jene mit den Ihrigen von dort fort, wo jetzt Südfall liegt. Rungholt ging nun in dieser stürmischen  Nacht mitsamt den umliegenden Kirchspielen durch eine Überschwemmung zugrunde. Keineswegs wurde es, wie die Menge bei uns erzählt, weil nämlich bisweilen Türme gesehen würden, ja sogar auch Glocken von den Vorübergehenden gehört wurden, infolge Aufreißens des Meeresbodens verschlungen, sondern dass Rungholt vielmehr durch eine Überschwemmung verschüttet wurde, bezeugen die vielen Spuren alter, wenn auch zumeist durch Schlamm überdeckter Gräben bei zurücktretender Meeresflut, die ich selbst, weil diese Geschichte bei uns sehr verbreitet ist, mit meinen eigenen Augen habe wahrnehmen wollen, und zwar im Jahre 1635.

Detlev von Liliencron schrieb dieses Gedicht 1882/1883

"Heut bin ich über Rungholt gefahren,
Die Stadt ging unter vor sechshundert Jahren.
Noch schlagen die Wellen da wild und empört,
Wie damals, als sie die Marschen zerstört.
Die Maschine des Dampfers schütterte, stöhnte,
Aus den Wassern rief es unheimlich und höhnte:
Trutz, Blanke Hans!"


usw. In vollem Wortlaut haben wir dieses berühmte Werk hier …


Okarina NordseeMuseum HusumOkarina NordseeMuseum Husum

Auch um diese Gefäßflöte ranken sich Sagen, im Watt bei Südfall gefunden und nun in Husum ausgestellt.
Es ist eine sog. Okarina aus Ton aus dem 14./15. Jh. Die Tonflöte gelang vermutlich im 14. Jahrhundert über den Fernhandel nach Nordfriesland und ist höchstwahrscheinlich der, in der Zweiten Marcellusflut 1362, untergegangenen Siedlung Rungholt zuzuordnen. Als Wattfund wurde die Flöte nach Ende des Zweiten Weltkrieges in die Sammlung des Museums aufgenommen. Angaben zu ihrer Herkunft blieben bislang ungeklärt und lassen folglich Raum für Fantasie.
In der Erzählung "Diana und der Flötenspieler " (1954) des Schriftstellers Alfred Andersch  (* 4. Februar 1914 in München; † 21. Februar 1980 in Berzona, Schweiz) wird der Fund auf einen englischen Piloten zurückgeführt. Dieser muss in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges über der Nordsee notlanden und findet des Nachts im Watt eine solche Flöte.
Er beginnt auf ihr zu spielen, nichts ahnend, dass die Flut ihn und seinen Zufluchtsort bald überspülen wird. Glücklicherweise hört die, in der Nähe auf der Hallig Südfall wohnende Gräfin Diana Reventlow-Criminil sein Flötenspiel und rettet schließlich den Piloten vor der steigenden Flut.
Diese Gräfin gab es tatsächlich (* 29. Mai 1863 in Preetz, Herzogtum Holstein, Dänischer Gesamtstaat; † 5. August 1953 auf der Hallig Südfall) Sie war den Nordfriesen der Uthlande als „Hallig-Gräfin“ in Erinnerung geblieben. Die schwere Sturmflut vom 18. Oktober 1936 überlebte sie 74-jährig auf Südfall bis zum Bauch im Wasser bei ihren Pferden im Stall stehend, diesen zur Beruhigung gut zuredend. Die Okarina tauchte in ihrem Nachlass auf.

Wer hat Rungholt wiederentdeckt?
Durch Beobachtung der Watten, durch Vermessung und Kartographie hat Andreas Busch (* 16. Juni 1883 in Nordstrand; † 7. Juli 1972 ebenda) die im Wattenmeer immer wieder sichtbaren Kulturspuren zielbewusst untersucht. Dadurch wurde er der Begründer der historischen Landschaftsgeschichte vom untergegangenen Nordfriesland. 

Andreas Busch Büste Nordstrander InselmuseumAndreas Busch Büste Nordstrander Inselmuseum

Andreas Busch war durch fünf Jahrzehnte Repräsentant der Heimatforschung Nordfriesland. Sein Hauptwerk ist die Entdeckung, Analyse und Deutung der im Wattenmeer unserer Tage auftauchenden Reste der Besiedlung, der alten Deiche und Schleusen vor rund 600 Jahren.
Diese Kulturspuren sind Dokumente des Unterganges weiter Teile von Nordfriesland in den großen Sturmfluten der Jahre 1362 und 1634, als Rungholt unterging und die große Insel Strand ein Opfer des Meeres wurde. Busch wurde der weithin bekannte Rungholt-Forscher!


Kulturspuren im Watt (NordseeMuseum Husum)Kulturspuren im Watt (NordseeMuseum Husum)


Alte Schleuse Rungholt (Nordstrander Inselmuseum)Alte Schleuse Rungholt (Nordstrander Inselmuseum)

Am 16. Mai 1921 erkannte Andreas Busch die Holzreste im Rungholtwatt als Schleusenfundamente. Auf diesen Fund baute er seine Rungholtforschung auf.

Wie reich war Rungholt tatsächlich?

Der Rungholt-Forscher Andreas Busch nahm aufgrund der Anzahl und der Verteilung von Brunnenresten eine Schätzung der Einwohneranzahl vor. Dadurch schloss er auf eine Bevölkerung von mindestens 1500 bis 2000 Einwohnern. Das ist für eine Ortschaft des 14. Jahrhunderts in dieser Gegend eine bemerkenswert große Zahl. Kiel beispielsweise hatte zu dieser Zeit genauso viele Einwohner, in Hamburg lag die Einwohnerzahl bei etwa 5000. 
Die Menschen in Rungholt verdankten ihren Wohlstand dem Handel mit Erzeugnissen aus Ackerbau, Viehzucht und Fischerei sowie besonders dem Salzhandel. Im Gegenzug führten sie Keramik, Gewürze, Wein und viele andere Güter ein. Die relativ hohen Steuern, die sie zahlen mussten, zeugen indirekt von ihrem Erfolg.
Aus schriftlichen Quellen wissen wir, dass Handelskontakte nach Bremen, dem damals ebenfalls noch dänischen Altona und Hamburg existierten. Ebenso können wir über das Fundmaterial aus dem Rungholt-Watt Rückschlüsse auf vielfältige Handelsbeziehung ziehen. Waren aus vielen Regionen Europas fanden ihren Weg nach Rungholt.

Salz aus RungholtSalz aus Rungholt

Salzgewinnung aus Salztorf
Die nordfriesische Salzgewinnung wird um 1150 erstmalig erwähnt.
Die häufig vom Meer überfluteten Moorböden reicherten sich mit Salz an. Als der Meeresspiegel stieg, lagerten sich Sedimente darüber ab.
Zur Salzgewinnung wurde der gestochene Salztorf getrocknet und verbrannt. Anschließend wurde die Asche mehrfach mit Meerwasser vermengt, um den Salzgehalt zu erhöhen. In Salzbuden filtrierte man diese Substanz. Nun wurde die gewonnene Salzlösung in Siedewannen verdampft und das Salz blieb zurück. Der Handel mit dem begehrten Salz trug wesentlich zum Wohlstand der Region bei.


Wie ist Rungholt untergegangen ?

Nicht nur die Sturmflut von 1362 war für den Untergang von Rungholt verantwortlich. Ursache war vor allem auch die Beschaffenheit des Bodens, auf dem die Menschen siedelten.

Modell Rungholt (Nordstrander Inselmuseum)Modell Rungholt (Nordstrander Inselmuseum)

Die heutigen Marschen und Watten erheben sich über einer eiszeitlichen Landoberfläche, die aus Tälern und Kuppen besteht. Dieses Relief ist vollständig mit jüngeren Meeressedimenten bedeckt. Über den Tälern ist diese Schicht bis zu 20 Meter, über den Kuppen aber nur wenige Meter stark.

Noch im Mittelalter sackten diese anfälligen Meeressedimente insbesondere über den Tälern ab. Unglücklicherweise siedelten die Menschen von Rungholt über solch einem eiszeitlichen Tal. Hinzu kamen steigende Wasserstände sowie Landabsenkungen, die durch den Salztorf- und Brenntorfabbau sowie durch die Entwässerung der besiedelten Landoberflächen verursacht wurden. So hatte Rungholt keine Chance auf einen dauerhaften Bestand.

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel?


Da stellt sich natürlich die Frage: Wie sicher sind unsere Deiche?
Trotz des Meeresspiegelanstiegs sind die Deiche sicherer als jemals zuvor.
Seit 1600 ist der Meeresspiegel bei uns um 1,3 Meter gestiegen, die Deiche sind aber 3,2 Meter höher geworden, ihr Volumen hat sich versechsfacht.
Wie schnell steigt der Meeresspiegel?
Zwischen 1901 und 1990 stiegen die Pegel weltweit um 1,4 Millimeter pro Jahr – insgesamt 15 Zentimeter. Und der Anstieg beschleunigt sich. Zwischen 2006 und 2015 waren es im Schnitt 3,6 Millimeter pro Jahr: 2,5 Mal so schnell wie im Durchschnitt des Jahrhunderts. Je nach Szenario (mit hohen oder verringerten weltweiten Emissionen) könnte der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts um mehr als einen Meter, nach anderen Berechnungen auch um mehr als zwei Meter ansteigen. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte ist dann noch viel „Luft nach oben“: Allein das geschmolzene Eis der Antarktis würde den Meeresspiegel um fast 60 Meter anheben.
Trotz allem: eine absolute Sicherheit gibt es nicht.
Wie schnell steigt der Meeresspiegel?
Es gibt eine Messreihe zwischen 1901 und 1990. Die Pegel stiegen weltweit um 1,4 Millimeter pro Jahr – insgesamt 15 Zentimeter. Und der Anstieg beschleunigt sich. Zwischen 2006 und 2015 waren es im Schnitt 3,6 Millimeter pro Jahr: 2,5 Mal so schnell wie im Durchschnitt des Jahrhunderts. Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte der Meeresspiegel um mehr als einen Meter, nach anderen Berechnungen auch um mehr als zwei Meter ansteigen. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte ist dann noch viel „Luft nach oben“: Allein das geschmolzene Eis der Antarktis würde den Meeresspiegel um fast 60 Meter anheben.

Wie sieht also ein moderner Deich aus?
Seit 2012 erhalten die Deiche ein neues Profil: Die Deichkrone wird breiter, die Außenböschung erhält eine einheitlich flache Neigung. Falls der steigende Meeresspiegelanstieg es in einigen Jahrzehnten erfordert, können die Deiche relativ einfach und kostengünstig um eine Kappe erhöht werden. Damit sind unsere Deiche - nach heutigem Kenntnisstand - bis zum Jahr 2100 sicher. Deiche und andere Küstenschutzanlagen werden laufend, ihre Sicherheitsstandards alle 10 Jahre überprüft. So kann rechtzeitig auf den Klimawandel reagiert werden. 

Folgende Zahlen sind aus 2019: Land, Bund und EU lassen sich den Küstenschutz in Schleswig-Holstein jährlich 65 Millionen Euro kosten. Schleswig-Holstein hat 536 Kilometer Ostsee- und 466 Kilometer Nordseeküste zu schützen. 50.000 Menschen leben in überflutungsgefährdeten Küstenniederungen, die ein Viertel des Landes ausmachen. Das Land alleine investiert jährlich bis zu 30 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen. Jährlich werden bis zu 10 Kilometer Deiche, Küstenschutz-, Hafen- und Sperrwerksanlagen gebaut, zudem wird Sand aufgespült. 

Hallig SüdfallHallig Südfall

Und Wo kann ich mich informieren?

NordfrieslandMuseum Husum

Zum Beispiel: Die Trauertracht, auf Friesisch "surigkap", trugen die engsten weiblichen Angehörigen und Nachbarn bei einer Beerdigung in der Kirchengemeinde St. Johannis auf der Insel Föhr.
Der in Falten gelegte Wollumhang verdeckte das Gesicht, zeigte Trauer und Zugehörigkeit der Hauptleidtragenden an. Zur Trauertracht gehörten außerdem eine weiße Schürze und jeweils vier kleinere Silberknöpfe auf Brust und Ärmeln.
Diese Form der Trauertracht kam um 1900 aus der Mode.

Trauertracht (Nordseemuseum Husum)Trauertracht (Nordseemuseum Husum)

Im Rungholtmuseum Pellworm www.pellworm.de oder im Pellwormer Inselmuseum www.pellworm.de.

Im Nordstrander Inselmuseum

oder im Multimar-Wattforum Tönning


Watt-Modell (im Multimar Tönning)Watt-Modell (im Multimar Tönning)

Übrigens: Diese geheimnisvolle Ortschaft wird auch im Sylt-Krimi Tod in den Uthlanden von Rita Bolzmann beschrieben.


Gezeiten
Vogelmutter

 

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