Die ehemalige Saline Oldesloe mit dem Rad in der Trave

Alle Salinen, so auch diese hier hatten stets einen großen Energie bedarf. Um das Salz zu gewinnen, wurde die Sole in offenen, von unten mit Holz oder Torf beheizten Siedepfannen verdampft. Der Verbrauch an Brennholz war so hoch, dass die Wälder um Oldesloe nach und nach abgeholzt wurden. Am Ende des 18. Jahrhunderts deckte die Saline ihren Brennstoffbedarf zu Dreivierteln durch Torf und nur noch zu einem Viertel durch Brennholz. Um 1800 waren auch die Torfmoore in unmittelbarer Nähe der Stadt abgegraben, so dass Torf auf den Mooren aus der weiteren Umgebung gestochen und mit Torfkähnen nach Oldesloe getreidelt werden musste. Auf dem Salinengelände stand eine große Torfscheune, in dem der Vorrat an Brennmaterial aufbewahrt wurde.


Seitdem in der Mitte des 18. Jahrhunderts auf dem Salinengelände Gradierhäuser angelegt worden waren, wurde zusätzlich Energie gebraucht, um die Sole auf die Dornwände zu pumpen, von denen sie dann langsam wieder herabrieselte. Drei Windmühlen und drei sog. "Roßkünste" (das waren durch Pferdekraft angetriebene Göpelwerke) trieben die Pumpen an. 
Eine wichtige Energiequelle war auch das Wasser von Trave und Beste. 1776 kaufte die Saline die der Königlichen Kornwassermühle gegenüber gelegene Graupenmühle und errichtete an dieser Stelle ein großes Salinenrad. Ein zweites Salinenrad befand sich seit 1751 in der Beste. Die Wasserkraft wurde mechanisch mit Hilfe von Gestängen zu den Pumpwerken übertragen. Bei der Energieerzeugung durch das Wasser gab es häufig Probleme, weil sowohl Trave wie Beste im Sommer oft zu wenig Wasser führten und in vielen Wintern zufroren. Für den Salinenbetrieb aber waren sie unersetzlich, denn ohne ihren Antrieb musste die Saline still stehen.



 

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