Sie hat gesungen, dass es Sterne rührte - Lotte Lehmann

Lotte Lehmann wurde am 27. Februar 1888 geboren, in Perleberg , einer mittelgroßen Stadt in Brandenburg. Sie starb am 26. August 1976, 88jährig, in Santa Barbara, Kalifornien. 1910, mit 22 Jahren, debütierte Lotte Lehmann am Stadttheater Hamburg als zweiter Knabe in der "Zauberflöte". Wien sollte Lotte Lehmanns künstlerische Heimat werden. Ihre offizielle Wiener Antrittsvorstellung gab sie a m 28. August 1916 als Agathe in Carl Maria von Webers "Freischütz"- und das Publikum der Donaumetropole gehörte ihr.

Briefmarke Lotte LehmannBriefmarke Lotte Lehmann

Am 4. Oktober sang sie in der Uraufführung der von Strauss und Hofmannsthal neugefassten "Ariadne von Naxos" die Partie des Komponisten und gewann sich Richard Strauss' rückhaltlose Zustimmung. Der vertraute ihr weitere Uraufführungen an. 1919 in Wien die Färberin in "Frau ohne Schatten", 1924 in Dresden die Christine in der autobiographischen Ehekomödie "Intermezzo", und 1933 war Lotte Lehmann die Arabella in der Wiener Erstaufführung der gleichnamigen Oper. Der Richard Strauss zugeschriebene Ausspruch "Sie hat gesungen, dass es Sterne rührte" sollte mehr als vier Jahrzehnte später auf ihrem Grabstein verewigt werden. Der Stein wurde auf einem Ehrengrab der Stadt Wien auf dem Wiener Zentralfriedhof aufgestellt.
Nach 1933 forderte Hermann Göring vergebens sie möge sich als weltberühmte Sängerin in den NS-Kunstbetrieb einreihen. Beim Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 brach Lotte Lehmann, eine der herausragendsten Sopranistin des Jahrhunderts ihre Beziehungen zur Wiener Oper ab und ihre Auftritte während der Zeit des Nationalsozialismus wurden in Deutschland unmöglich gemacht. So wurde von 1938 bis 1951 die Metropolitan Opera in New York der Mittelpunkt ihres Künstlerlebens. 1940 erwarb sie ein Anwesen im kalifornischen Santa Barbara und machte es zum Zentrum ihrer letzten 36 Lebensjahre. 1951 verkündete sie während eines Konzerts in der New Yorker Town Hall das Ende ihrer Bühnenkarriere. Danach arbeitete sie als Gesangslehrerin zuerst in New York und später in Santa Barbara, Kalifornien. Ihre wohl bedeutendste Schülerin aus jener Zeit war die Sopranistin Grace Bumbry. 1964 erhielt Lotte Lehmann das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
Joseph Wechsberg, der amerikanische Kulturkritiker und Stimmen-Connaisseur, brachte die Biographie Lotte Lehmanns auf die Formel  "in Hamburg fing sie an und sie schaffte es bis zum Olymp".
Auf dem Hollywood Walk of Fame wurde ihr ein Stern vergeben.

 

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