Springreiten - Mit dem Pferd über einen Parcours

Reiten über abwerfbare Hindernisse, bei dem Springvermögen, Schnelligkeit, Wendig- und Zuverlässigkeit sowie beste Gymnastizierung der Pferde und einwandfreie Ausbildung des Reiters ausschlaggebend sind. Die Anforderungen für die verschiedenen Springprüfungen sind unterschiedlich und im nationalen bzw. internationalen Reglement festgelegt: Höhe, Breite, Zahl der Hindernisse, Länge der Hindernisbahn sowie verlangtes Tempo. Bewertet werden in der Regel Hindernisabwürfe und die gemessene Zeit. Sind wenigstens 2 Paare im Normalparcours fehlergleich, so entscheidet gegebenenfalls ein sogenanntes Stechen über einen verkürzten Parcours mit teilweise erhöhten und verbreiterten  Hindernissen.
Springturniere, die mit den heutigen vergleichbar sind, kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf.

Briefmarke SpringreitenBriefmarke Springreiten

Olympisch ist Springreiten (Einzel) seit Paris 1900 (mit Unterbrechung bei den Spielen 1904 bis 1908), für Mannschaften seit Antwerpen 1920. In Paris gab es einmalig Hoch- und Weitspringen zu Pferde. 
Einer der berühmtesten deutschen Springreiter war Hans Günter Winkler (* 24. Juli 1926 in Barmen; † 9. Juli 2018 in Warendorf). Er gewann zwischen 1956 und 1976 unter anderem mit seiner Stute "Halla" fünf Gold- und eine Silbermedaille, was ihn zu einem der erfolgreichsten deutschen Olympioniken machte. Zudem wurde er zweimal Weltmeister. 
Gemeinsam mit ihm war Fritz Thiedemann (* 3. März 1918 in Weddinghusen bei Heide; † 8. Januar 2000 ebenda) bedeutend.
In den nationalen Wettbewerben erreichte dieser 1950 den Durchbruch beim Deutschen Springderby in Hamburg. Hier errang er den Sieg auf dem Pferd "Loretto". Im darauffolgenden Jahr wurde er ebenfalls Sieger auf "Meteor". Im Jahre 1954 gewann er beim King Georges V Gold Cup in London und erhielt den Pokal dazu aus den Händen der Königin Elisabeth II.

 

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