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Brauchtum und Handwerk in der Hanseregion

Wie entwickelte sich das alte Handwerk in Lübeck?
Viele Gewerke sind schon nicht mehr existent, z.B. aus dem Bereich Holz. Was sich am unteren Rand der lübschen Gesellschaft abgespielt hat erfährt man am Beispiel der Krähenstraße.

Die Hansestadt erkannte nur sehr zögerlich die Notwendigkeit, eine eigene Industrie zu entwickeln und anzusiedeln. Die Grenzen zwischen handwerklicher Arbeit und industrieller Tätigkeit waren lange Zeit fließend. Die 1868 gegründete Fabrik für Herrenwäsche Werner, Brandes & Co (1870 betrug hier die Arbeiterzahl 81 Köpfe), war eines der ersten industriellen Unternehmen in der Hansestadt.
Vorausschauend investierte der Kaufmann Daniel Hinrich Carstens, der bereits 1845 in der Fischstraße eine "Fabrik von haltbaren Speisen" etablierte. Drei Jahre zuvor war der Zunftzwang in Lübeck aufgehoben worden. Für die Gründung seiner Fabrik hatte Carstens den Segen des Rates einholen müssen. Der hatte die "Zweckmäßigkeit und Gemeinnützigkeit" der Fabrik festgestellt und zugleich befunden, dass sie heimische Handwerksbetriebe nicht gefährde. Carstens Gründung wurde zum Vorreiter für eine ganze Reihe nachfolgender Konservenfabriken in der Stadt. Sie alle nutzten den Vorteil, dass die Gärtner unmittelbar vor den Toren reiche Ernte von ihren Feldern brachten.
Die Zahl der Industriebetriebe in der Stadt nahm erst nennenswert zu, nachdem Lübeck 1871 als Bundesstaat dem neu gegründeten Deutschen Reich beitrat. Von besonderer Bedeutung war zudem der Eintritt in den Zollverein am 11. August 1868. Dabei hatten die Befürworter des umstrittenen Beitritts zum großen Teil durchaus andere Beweggründe. Die tonangebenden Kaufleute mochten sich mit dem Zollanschluss keineswegs anfreunden. Anders urteilten die Gewerbetreibenden und die Krämer. Bei deutsch-national gesonnenen Bürgern war die Werbung des Grafen Baudissin für den Zollverein von 1864 auf fruchtbaren Boden gefallen. "Reiße die Zollschranken nieder und werde eine deutsche Stadt. Es mag schön sein, in geschnitzelten Armstühlen von der alten Herrlichkeit zu träumen, aber es ist vernünftiger, sie zu restaurieren und mit einer neuen Herrlichkeit zu umgeben."
Der dem Beitritt folgende wirtschaftliche Aufschwung bestätigte die Befürworter. Und löste erstmals eine Industrieansiedlung in nennenswertem Umfang in Lübeck aus, Handwerksbetriebe vergrößerten sich. Die wenigen Unternehmen, die schon industriell arbeiteten, bauten aus. Betriebe der Eisen- und Metallgießerei, des Maschinenbaus, der chemischen Industrie, des Baugewerbes und der Bürstenfabrikation entstanden.
Die Unternehmen ergänzten sich vielfach. So siedelten sich zum traditionellen Holzhandel zahlreiche Säge- und Hobelwerke an. Die Fabrikation von Nahrungsmittelkonserven erlebte eine neue Blüte. Die in Verbindung mit der bereits 1845 gegründeten ersten deutschen Konservenfabrik errichtete Blechemballagen- , Gummiwaren- und Blechbearbeitungsmaschinen-Fabrik Fr. Ewers & Co. Tat sich hier besonders hervor. Sie entwickelte als erstes deutsches Unternehmen ein Verfahren, um Konservendosen maschinell zu verschließen. Diese Leistung der Firma Ewers wiederum war Voraussetzung für die aufblühende Fischkonserven-Industrie, die sich aus den Fischräuchereien entwickelte.


Wie feiert man hier? Was feiert man hier?

Wie hat man früher im Handwerk gearbeitet? Was macht man heute?

Was macht man zum Feierabend? Wie hat man das früher gemacht?
Bräuche sind Ausdruck der Tradition. Sie dienen ihrer Erhaltung und Weitergabe sowie dem inneren Zusammenhalt einer Gruppe.
Im Mittelhochdeutschen nannte man es hant-werc, damit werden zahlreiche gewerbliche Tätigkeiten bezeichnet, die Produkte meist auf Bestellung fertigen oder Dienstleistungen auf Nachfrage erbringen. Der Begriff Handwerk bezeichnet auch den gesamten Berufsstand, immer im Gegensatz zu Industrie. 


Deutlich hat man sich auch immer schon Ordnungen gegeben, in Zünften gearbeitet und dem gelernten, geprüften Handwerker die Bezeichnung Meister verliehen, ein Ausdruck für Qualität mit der Erlaubnis Lehrlinge auszubilden. Heute nennt man diese Auszubildende. 


Es wird gefeiert:


Schon legendär geworden:

Das Reinfelder Karpfenfest

und das

Abfischen des Heerenteiches

 

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