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Greenpeace und die Verschmutzungen in der HafenCity Hamburg

Greenpeace ist eine internationale Umweltorganisation, die mit direkten gewaltfreien Aktionen für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch, Natur und für Gerechtigkeit für alle Lebewesen kämpft.
Greenpeace begann mit einem gemieteten klapprigen Schiff und besitzt heute eine vielfältige leistungsfähige Flotte von Hochseeschiffen und Flussfahrzeugen.
Zum Start entstand die Organisation Anfang der siebziger Jahre in Vancouver (Kanada) aus der Formation Don’t Make a Wave Committee, die von US-amerikanischen und kanadischen Atomkraftgegnern und Pazifisten gegründet worden war. Dieses Komitee kam in der Absicht zusammen, eine Serie von Atombombentests zu verhindern. Später kam eine Fülle von Kampagnen zusammen: Problemfelder wie Giftmüll, Saurer Regen, Känguruhmassaker, Atomwaffen auf See, Walfang, Verschmutzung der Meere, Klimawandel und viele weitere Bedrohung unserer Umwelt.

Greenpeace Hamburg

Wie jedes Menschenwerk hat Greenpeace seine Fehler und Schwachstellen. Greenpeace hat aber bereits jetzt wesentlich dazu beigetragen, dass Atomversuche eingeschränkt und wildlebende Tiere mehr geschont werden und das die Welt immer mehr erkennt, welchen Schaden das so subtile Gefüge des Lebens auf unserem Planeten nimmt und ein Wandel unbedingt notwendig ist.
Im November 1980 gründeten unter anderem William Parkinson, Gerhard Dunkel, Dirk Rehrmann in Bielefeld die deutsche Sektion.
Monika Griefhahn  (* 3. Oktober 1954 in Mülheim an der Ruhr) ist dann eine der Hauptpersonen, denen Greenpeace e.V. seine Entstehung und seinen Aufschwung verdankt.
Von 1980 bis 1990 war sie meist in Hamburg aktiv und erste Frau im Vorstand von Greenpeace International (1984–1990). Ab 1980 war sie mit engagiert im Aufbau des deutschen Greenpeace-Büros in Hamburg, wo sie anschließend drei Jahre Co-Geschäftsführerin war. Die Hamburger Organisation erlangte große Bekanntheit mit Kampagnen gegen die chemische Verschmutzung der Nordsee. Es gab medienwirksame Aktionen gegen Dünnsäure-Verklappung und Verbrennung von chemischen Abfällen auf Hoher See in der Nordsee sowie Einleitungen von giftigen Abwässern in Elbe und Weser, bzw. den Zuflüssen dazu.

Greenpeace in der HafenCity Hamburg
Greenpeace in der HafenCity Hamburg

Wir haben es Greenpeace zu verdanken, dass der Chemiekonzern Boehringer sein Werk 1984 in Hamburg, einem großen Luftverschmutzer durch Dioxine schließen musste. 
Ebenso gab der Hersteller von Titandioxid Kronos-Titan in Nordenham sein Einverständnis, die Dünnsäureverklappung zu beenden, nachdem die Aktivisten auf das Tankschiff "Kronos" aufmerksam machten, die von den Behörden damals noch genehmigten Verklappungen vorzunehmen.
Einen anderen großen Erfolg für unsere Gewässer konnte Greenpeace 1995 für sich verbuchen. 
Man konnte nach medienwirksamen Aktionen den Konzern Shell dazu bewegen, auf die Versenkung des schwimmenden Öltanks Brent Spar im Atlantik zu verzichten. Im Jahr darauf erfolgte international ein Versenkungsverbot für Ölplattformen im Nordatlantik 
Das Länderbüro Deutschland zieht Ende Oktober 2013 in den neuen Sitz in der Hamburger HafenCity um.
2016 gab es in über 45 Ländern weltweit Greenpeace-Büros und 28 regionale Büros und beschäftigte rund 2400 Mitarbeiter. Möglich machten dies rund drei Millionen Fördermitglieder - in Deutschland zählte man rund 580.000.  Außerdem gibt es noch weitere Organisationen mit dem Namen Greenpeace in Deutschland: So ist die Greenpeace Stiftung  verbunden mit dem Bergwaldprojekt, das 1987 durch Greenpeace Schweiz gegründet wurde. 

 

 

 

 

Greenpeace Ausstellung in Hamburg
Greenpeace Ausstellung in Hamburg

Man betreut auch den Tierpark Arche Warder:
Langwedeler Weg 11 · 24646 Warder .
Das ist in der Nähe von Nortorf.
Die Arche Warder ist Europas größter Tierpark für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen.
Im Laufe der Jahre versuchte die Organisation verstärkt Alternativen bei Umweltfragen und Klimawandel aufzuzeigen, machte sich dabei aber naturgemäß nicht nur Freunde.
Bekannt wurden 1985 französische Interessen.  Die Rainbow Warrior kreuzte in den Gewässern um das Mururoa-Atoll um dort zu demonstrieren, wo Frankreich gerade Atomtests durchführte. Bei der Versenkung des Schiffes  mit zwei Bomben durch den französischen Geheimdienst kam auch der Fotograf Fernando Pereira ums Leben. 
Auch russische Interesse  muss offenbar verletzt worden sein. Am 19. September 2013 wurde die Arctic Sunrise von Beamten des russischen Grenzschutzes gestürmt. Greenpeace-Aktivisten hatten am Vortag versucht, die Ölplattform Priraslomnaja des russischen Staatskonzerns Gazprom in der Petschorasee zu besetzen.
Trotzdem gelang es immer wieder spektakulär Umweltverschmutzungen deutlich zu machen, gleichzeitig aber auch Lösungsvorschläge zu machen.
Zum Beispiel gelang es Greenpeace entgegen allen Bedenken von Papierherstellern und Zeitschriftenverlagen, die Entwicklung von chlorfrei gebleichtem Papier voranzutreiben. Dabei zeigten am 1. März 1991 mutige Aktivisten vor dem Spiegel-Verlagsgebäude anhand eines „Das Plagiat“ getauften Nachdrucks, dass man sehr wohl chlorfrei gebleichtes Papier herstellen kann, das hochwertig genug ist, um im Tiefdruckverfahren bedruckt zu werden.
Es gelang auch die Behauptung zu widerlegen, Kühlschränke wurden ohne FCKW oder FKW als Kühlmittel nicht vernünftig funktionieren, es gäbe dafür keinen Ersatz.

Greenpeace Ausstellung in der HafenCity
Greenpeace Ausstellung in der HafenCity

1993 brachte Greenpeace dann aber in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Foron und dem von Harry Rosin geleiteten Dortmunder Hygieneinstitut mit dem Greenfreeze den weltweit ersten Kühlschrank auf den Markt, der ohne Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) oder Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) als Kühlmittel auskam. 
Aktuelle Aktionen gibt es zum Thema Klimawandel: Ziel ist unter anderem Kohleverstromung zu stoppen.
Oder es gilt das Amazonas-Gebiet zu schützen.   

 

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