600

700 - 713

Geschichte in Stormarn und der Traveregion

Um 700 n. Ch. drangen westslawische Stämme, die hier Wenden genannt wurden, aus Osten bis zur Trave vor. Die Wenden breiteten sich bald östlich einer Linie von der Ostsee bis nach Nordbayern aus. Für ihre Hilfe bei der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen erhielten sie 804 Land zugeteilt.
Sie gründeten viele Siedlungen, die noch heute bestehen und deren Namen slawischen Ursprungs sind, z. B. Barnitz (Birkenbach), Pokense (Habichtswald, heute Poggensee), Pöhls (Feldheim), Dahmsdorf (wahrscheinlich von Dabu = Eiche), Cerben (heute Zarpen). Der Hauptstamm der Wagrier besiedelte schließlich den ganzen Raum
zwischen der Trave bei Hamberge und der Kieler Förde. Noch heute heißt der Ostholsteiner Raum nördlich von Lübeck "Wagrien". Ein Grenzwall, der „Limes Saxoniae“, trennte die germanisch-stämmigen und die slawischen
Völker voneinander.


Deutsche Geschichte

689: Der fränkische Hausmeier Pippin der Mittlere  besiegt die Friesen unter Radbod bei Dorestad. Dieser muss das westliche Friesland an die Franken abtreten.

 

714