1739 bis 1755 Viele Herrenhäuser werden gebaut

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion



Der Fürstbischof des Fürstbistums Lübeck Adolf Friedrich Schwartau erteilt das 1742 das erste Marktprivileg für den Montag und Dienstag vor Johanni (24. Juni), 1763 wird das Marktprivileg auf zwei Tage vor Michaeli (29. September) erweitert. 1743 wählte das Lübecker Domkapitel Jakob Levin von Plessen als Nachfolger von Johann Schaevius zum Dompropst am Lübecker Dom
Die erste Oper in Lübeck wurde am 2.Juni 1746 im Hause des Zimmermeisters Schröder Ecke Königstraße/Wahmstraße aufgeführt. 
1750: Das 18. Jahrhundert, das Jahrhundert des Weins
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts befanden sich Handel und produzierendes Gewerbe wieder im Aufschwung. Vor allem der Handel mit französischen Weinen florierte - bevorzugt wurde übrigens Weißweine (!!) -, die den im Spätmittelalter noch dominierenden Rheinwein abgelöst hatten. Der Wein wurde hauptsächlich beim Adel in Mecklenburg und Pommern abgesetzt. 
Der am 3. März 1724 zum Ratsbuchdrucker ernannte Johann Nicolaus Green gab am 9. Januar 1751 bekannt, dass der Rat ihm die Erlaubnis gegeben hatte ab März ein wöchentliches Anzeigen- und Intelligenzblatt unter dem Titel Lübeckische Anzeigen herauszugeben. In diesem sollten Nachrichten über Magistratswahlen und Neubesetzungen anderer Ämter, Sterbefälle bekannter Personen, die Ankunft durchreisender Fürstlichkeiten und Obrigkeitliche Verordnungen stehen. Am 30. Dezember 1933 erschien die letzte Ausgabe der Lübeckischen Anzeigen. Die in ihr abgedruckten Leserbriefe über das Ende der Zeitung lassen darauf schließen, dass der Verlag, und somit die Zeitung, im Zuge der Gleichschaltung im Zeitungswesen liquidiert wurde.
Hieronymus Küsel, erbte das ansehnliche Vermögen seiner Mutter 1752 und ließ in Lübeck ein Herrenhaus mit großem Garten als Sommerhaus anlegen, das Schlösschen Bellevue. Das Sommerhaus wurde zwischen 1754 und 1756 von dem Lübecker Stadtbaumeister Johann Adam Soherr im Stil des Rokoko erbaut.

1739 erwirbt der aus der Linie Hessen-Kassel des Hauses Hessen stammende König Friedrich I. von Schweden das Gut Panker und das benachbarte Klamp für 88.000 Reichstaler.
Der Bau des heutigen Borsteler Herrenhauses wurde durch Friedrich von Buchwaldt 1743 veranlasst. 
1745 stirbt Hartwig von Wetken 1745. Die Vormünder seiner noch unmündigen Kinder verkaufen im Einvernehmen mit den Anverwandten die adeligen Allodialgüter Trenthorst und Wulmenau an den Etatsrat und Königlichen dänischen Residenten zu Lübeck, Heinrich König. Man bekam dafür 54 200 Reichstaler. Dazu gehörten sämtlicher Beschlag und alle Gerechtsame und die damit verbundenen Dörfer Ahrensfelde, Trenthorst und Grinau. Auch die mit den beiden Gütern seit altersher verbundenen Kirchenplätze und Erbbegräbnisse in Klein Wesenberg (Trenthorst) und Siebenbäumen (Wulmenau).
1745 erbaute Freiherr Wilhelm Ludwig Hartwig von Both das elfachsige, spätbarocke Hauptgebäude des Schlossguts Gross Schwansee in unmittelbarer Nähe zur Lübecker Bucht. 
1755 erbaute der damalige Gutsbesitzer Jacob Levin von Plessen das heutige Herrenhaus Blumendorf mit Torhaus und Gartenanlage.
Hamburg: 
Am 12. September 1739 stirbt in Hamburg Reinhard Keiser. Zu seiner Zeit  galt er als der größte Opernkomponist der Welt und "Vater der deutschen Melodie".
Am 9. Februar 1740 stirbt in Hamburg Vincent Lübeck (* September 1654 in Padingbüttel), er war Organist und  Komponist des Barock. Das Werk Lübecks ist stilistisch verwandt mit dem Werk von Dieterich Buxtehude und gehört zur Norddeutschen Orgelschule. Lübeck komponierte Kantaten und Werke für Orgel und Cembalo. In Stade erwarb er eine hohe Reputation als Organist, Komponist und Lehrer, weshalb er 1702 an die Nikolaikirche nach Hamburg berufen wurde. Der am 21. August 1987 entdeckte Asteroid (5108) Lübeck trägt seit Mai 1992 seinen Namen.
1740 erfolgte auch der Stapellauf des letzten Hamburger Konvoischiffs, der „Wappen von Hamburg (IV)“. Hamburg verfügte Mitte des 17. Jahrhunderts über keine eigenen Kriegsschiffe. Einige Tonnenbojer dienten zunächst als Geleitschutz für die Hamburger Handelsflotte.  Die Planungen für den Bau des ersten Kriegsschiffes der Leopoldus Primus und der vermutlich baugleichen Wapen von Hamburg begannen zwar schon im Jahre 1663, aber es herrschte noch erheblicher Streit über die Finanzierungsverantwortlichkeiten. 44 Jahre nach Einberufung der Hamburgischen Admiralität wurde schließlich 1667 der Bau dieser zwei Konvoischiffe in Auftrag gegeben. Es gab dann noch zwei weitere Wapen von Hamburg.
1749 gründete sich die erste Navigationsschule Hamburgs durch  Gerlof Hiddinga (ca. 1683–1766), Mathematik- und Zeichenlehrer am Hamburger Johanneum von 1724 bis 1745.
1750 wurde die Michaeliskirche durch einen Blitzschlag zerstört. 1762 fand die feierliche Einweihung des Neubaus der Michaeliskirche statt. Der Wiederaufbau erfolgte nach Plänen des Architekten Ernst Georg Sonnin.
11. September 1751: Eine schwere Sturmflut an der Nordsee richtet vor allem im Bereich der Elbe große Schäden an. Allein in Hamburg werden 3000 Häuser überflutet.

Deutsche Geschichte
22. September 1739: Einem Blitzeinschlag in einen der Bremer Pulvertürme folgt eine gewaltige Detonation, die eine Feuersbrunst in der Hansestadt Bremen auslöst. Ihr fallen etwa ein Sechstel der Stadt und 32 Menschen zum Opfer.
Johann Sebastian Bach (* 21. März jul./ 31. März 1685 greg. in Eisenach),einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt, starb am Abend des 28. Juli 1750 und wurde drei Tage darauf auf dem Johannisfriedhof in Leipzig begraben.
1755 veröffentlichte Immanuel Kant mit Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels seine erste wichtige Schrift. Es folgte außerdem noch im selben Jahr die Habilitation mit dem Thema Die ersten Grundsätze der metaphysischen Erkenntnis (Nova dilucidatio).
Europäische Geschichte
1739 bis 1762 war er Herzog von Holstein-Gottorf: Peter III. Fjodorowitsch (eigentlich Karl Peter Ulrich von Schleswig-Holstein-Gottorf; russisch Пётр III Фёдорович; * 21. Februar 1728 in Kiel; † 6. Julijul./ 17. Juli 1762greg. in Ropscha bei Sankt Petersburg) Peter lernte 1739 also im ersten Jahr als Herzog seine spätere Gattin– seine Cousine zweiten Grades (also Großnichte seines väterlichen Großvaters) – im Eutiner Schloss kennen. Das war die Prinzessin Sophie Auguste von Anhalt-Zerbst-Dornburg, die spätere Zarin Katharina II. (Katharina die Große)
Im Jahre 1762 war er sechs Monate lang Kaiser von Russland (25. Dezember 1761 jul./ 5. Januar 1762 greg.–28. Juni jul./ 9. Juli 1762 greg.). 
Bei Regierungsantritt erließ er als neuer eine Amnestie für politische Häftlinge. Peter verehrte Friedrich II. von Preußen, das belegen zahlreiche Schriftwechsel. Von bestimmten Reformen in Preußen war er derart beeindruckt, dass eine außenpolitische Kehrtwende vollzog indem er im Frühjahr Frieden mit Preußen schloss und anschließend sogar ein Hilfskorps von 15.000 Mann unter General Tschernyschew Preußen zur Verfügung stellte. Er selbst übernahm ein Regiment zu Fuß. Er plante Kriege gegen Dänemark und wollte nach Indien greifen. Zahlreiche innenpolitische Reformen brachte er auf den Weg, Reiseverbote wurden gelockert, der Handel belebt, Folter verboten, Abschaffung der Salzsteuer, Einführung einer Luxussteuer, Auflösung der "Geheimen Kanzlei". In Planung waren überdies die Abschaffung der Leibeigenschaft.
Damit brachte er richtig den Adel und die Beamtenschaft gegen sich auf, als er zudem die Uneigennützigkeit der Beamten verkündete und öffentliche Gerichtsverfahren einführen wollte. Das war ein Versuch, die Korruption zu bekämpfen.
Das russische Heer sollte auf Vordermann gebracht werden. Dazu ernannte Peter seinen Cousin Georg Ludwig von Schleswig-Holstein-Gottorf, der lange in preußischen Diensten gestanden hatte, zum Generalfeldmarschall und Statthalter von Holstein.
Er hatte also viel bewegt, aber am 28. Juni jul./ 9. Juli 1762 greg. fiel er einer Verschwörung zum Opfer.
Inwieweit Katharina II. etwas mit dieser Verschwörung zu tun hat, lässt sich nicht mehr eindeutig klären. Jedenfalls nahmen ihn Aufrührer gefangen und zwangen ihn zur Unterzeichnung einer Thronentsagungsakte.
Anschließend wurde Peter in das Landhaus Ropscha bei Sankt Petersburg gebracht, wo er am 6. Juli jul./ 17. Juli 1762 greg. unter ungeklärten Umständen starb. Einige sprechen von Mord, andere sprechen von einem natürlichen Tod. 
Am 13. Juni 2014 wurde vor dem Kieler Schloss ein Denkmal für ihn enthüllt.
Ab 1740 war er König und ab 1772 König von Preußen sowie Kurfürst von Brandenburg. Er entstammte dem Fürstenhaus Hohenzollern: Friedrich der Große.
Und 1740 wurde C.P.E. Bach Kammercembalist in seinem Orchester. Er blieb fast dreißig Jahre lang in dessen Diensten. Bach begleitete das erste Flötensolo seines Monarchen nach dessen Thronbesteigung, wenn er auch im Übrigen von Friedrichs Kompositionskünsten nicht viel hielt.
4./5. Oktober 1744: Das britische Segelschiff Victory geht mit der 1.150 Mann starken Besatzung in einem Sturm im Ärmelkanal unter.
6. August 1746: Auf den verstorbenen Christian VI. folgt Friedrich V. als König von Dänemark und Norwegen. Er wird damit gleichzeitig Herzog von Schleswig und Holstein und Graf von Oldenburg und Delmenhorst. Seine Regentschaft zeichnet sich durch Frieden und Wohlstand in seinen Ländern aus.
3. Januar 1749: In Kopenhagen erscheint die Kjøbenhavnske Danske Post-Tidender, der Vorläufer der heutigen dänischen Zeitung Berlingske Tidende. Gegründet übrigens von Ernst Henrich Berling (* 22. März 1708 in Lauenburg/Elbe; † 16. Oktober 1750 in Kopenhagen, geborener Ernst Heinrich Berling)
Sein Geburtshaus steht in der Elbstr. 43 in Lauenburg. Zunächst arbeitete er in Hamburg, es zog ihn 1731 nach Kopenhagen.

Weltgeschichte
Am 27. Mai 1741 begleitet erstmals eine Musikkapelle eine Militärparade. Das war in Wien.
Die Pest bricht 1743 in der sizilianischen Hafenstadt Messina aus und fordert mehr als 30.000 Opfer.
In England wird 1744 erstmals ein Spiel namens base ball erwähnt.
15. Juni 1752: Benjamin Franklin überprüft seine Theorie, dass Blitze quasi Funken in riesigem Maßstab sind. Er lässt bei herannahenden Gewitterwolken einen Drachen steigen, was einen Blitzeinschlag herbeiführt. Der Versuch bewirkt, dass auch andere Wissenschaftler an der Entwicklung von Blitzableitern arbeiten.


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