1679

1689 bis 1698 unter anderem bekommt Christian Albrecht das Land von den Dänen zurück

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion
Lübeck:
1689 berief ihn der Rat der Reichsstadt Lübeck zum Superintendenten, womit eine Predigtstelle , ein Pfarramt an der Marienkirche verbunden war. August Pfeiffer (* 27. Oktober 1640 in Lauenburg/Elbe; † 11. Januar 1698 in Lübeck) .
Wie seine Vorgänger, darunter Meno Hanneken, vertrat er in diesem Amt konsequent den Standpunkt der lutherischen Orthodoxie und bekämpfte alle Arten des Pietismus.
Schon 1668 wurde er in Wittenberg zum außerordentlichen Professor der orientalischen Sprachen ernannt. Mit der Ernennung  zum Superintendenten 1689 erhielt er auch eine Predigtstelle und das Pfarramt an der Marienkirche.

Er wurde vor 1692 in Lübeck geboren und ist zu damaliger Zeit weit herumgekommen und schrieb dann auch darüber. Adam Brand († 1746) wurde 1697 zum preußischen Hof- und Kommerzienrat ernannt. Brand war als preußischer Gesandter nach Persien vorgesehen, jedoch wurde diese Reise nach dem Tod König Friedrichs I. 1713 nicht durchgeführt.
Seine Beschreibung einer anderen Reise, damals nach China erschien zuerst in Frankfurt 1697, erlebte mehrere Auflagen und wurde ins Holländische, Französische und Englische übersetzt. 
Am 6. Januar 1695 stirbt Christian Albrecht, Fürstbischof von Lübeck und Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf (* 1641) und Friedrich IV. wird nach dem Tod der neue Herzog .
Am 31. August 1696 wird Johann Paul Kunzen in Leisnig geboren (auch Kuntzen, † 20. März 1757 in Lübeck). 1723 wurde er an die Hamburger Oper berufen, wo er mehrere Opern schrieb und eine Freundschaft mit Johann Mattheson begann. 
Er unternahm 1728 eine Konzertreise nach Holland und England. Dort traf er auch mit Georg Friedrich Händel zusammen. Im September 1732 wurde Kunzen als Nachfolger von Johann Christian Schieferdecker als Organist und Werkmeister an die Lübecker Marienkirche berufen. Er trat dieses Amt Ostern 1733 an und behielt es bis an sein Lebensende. 
In Lübeck führte Kunzen die von Franz Tunder und Dietrich Buxtehude begründeten Abendmusiken weiter.
In Trittau wird die Gastwirtschaft Burgkrug eröffnet.

 

 

 

 

Trittau Burgkrug

Trittau Burgkrug

Hamburg:
1693 vollendete Arp Schnitger seine Orgel von St. Jakobi, Hamburg. Sie entstand auf der Westempore und ist mit ihren 60 Registern und ca. 4.000 Pfeifen die größte erhaltene Barockorgel im nordeuropäischen Raum. Von 1989 bis 1993 wurde sie grundlegend restauriert.

Arp Schnitgers Orgel

Arp Schnitgers Orgel

1694 wurde dieser Hamburger zum Propst und Superintendenten von Kemberg berufen. Hieronymus Dathe (* 4. Februar 1667 in Hamburg; † 14. Juni 1707 in Annaberg) war ein deutscher lutherischer Theologe.
Der Sohn des Kaufmanns und Oberalten an der St. Katharinenkirche Hamburg Andreas Dathe und dessen Frau Magaretha hatte am 6. Februar in der St. Katharinenkirche seine Taufe empfangen. Schon früh erhielt er seine Ausbildung von Privatlehrern, besuchte die Hamburger Schule des Johanneums und 1684 das dortige Gymnasium. 1685 wechselte er an das Katharineum zu Lübeck, welches damals unter der Leitung von Abraham Hinckelmann stand.
Nach seiner Berufung zum Propst promovierte er am 24. Juli 1694 zum Lizentiaten und am 26. Juli desselben Jahres mit der Arbeit de consensu oribo doxorum orthodoxo in loco Christo zum Doktor der Theologie. Nachdem er acht Jahre lang in Kemberg gewirkt hatte, wurde er als Superintendent nach Annaberg versetzt, wo er in seinem vierzigsten Lebensjahr an Asthma verstarb.
Am 25. Februar 1696 hat das Trauerspiel Mahumet II. von Reinhard Keiser seine Uraufführung am Theater am Gänsemarkt in Hamburg. Vermutlich wurde der osmanische Sultan Mehmet II von Keiser als Vorbild genommen. Keiser prägt zu der Zeit dann die Hamburger Oper. 

Lauenburg war Herzogtum bis 1689. Das Gebiet des alten Herzogtums stimmte weitgehend mit dem heutigen Kreis Herzogtum Lauenburg überein. Damals war Lauenburg ein wichtiger Handelspunkt am Stecknitzkanal, der hier von der Elbe abzweigte. Die Alte Salzstraße überquerte die Elbe 4 km westlich bei der Ertheneburg bei Schnakenbek.


Deutsche Geschichte
Durch den Altonaer Vertrag 1689 erhält Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf unter Vermittlung der kaiserlichen, brandenburgischen, kursächsischen, niederländischen und englischen Gesandten seine Länder von Dänemark zurück. Garantiemächte des Vertrages sind Schweden, England und die Niederlande.
27. April 1694: Nach knapp dreijähriger Regierung stirbt Kurfürst Johann Georg IV. von Sachsen. Sein Bruder August der Starke wird neuer Kurfürst.
Am 23. Juli 1697 wird in Leipzig erstmals in Deutschland eine Klassenlotterie durchgeführt.

Europäische Geschichte
Am 19. April 1689 kommt es zu einer Katastrophe: Bei einer Opernaufführung im Theater des dänischen Schlosses Amalienborg entzündet sich die Dekoration. Das Theater und das Schloss, auf das die Flammen übergreifen, werden beim Brand zerstört. 171 Menschen sterben, unter ihnen der Komponist Johann Lorentz (* um 1610 in Flensburg; † 19. April 1689 in Kopenhagen).
9./11. Januar 1693: Schwere Erdbeben erschüttern die Insel Sizilien, Italien. Man schätzt, dass das Erdbeben etwa 60.000 Tote fordert.
Weltgeschichte
In South Carolina tritt 1690 ein Gesetz in Kraft, mit dem die Bestrafung von Sklaven detailliert geregelt wird. Das Gesetz erlaubt es Sklavenhaltern u. a., widersetzliche Sklaven auszupeitschen und zu verstümmeln, unter bestimmten Bedingungen auch zu töten.

 

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