1635

1637 bis 1641 Thomas Selle wird Kantor in Hamburg

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion

Hans von Buchwaldt zu Schadehorn erwirbt 1637 Höltenklinken von den Rantzaus. Am 2. Juli 1638 wird Paul Marquard Schlegel auch: Slegel (* 23. August 1605 in Hamburg; † 20. Februar 1653 ebenda) Professor der Medizin und Botanik an der Jenaer Salana. Er besuchte vorher das Johanneum. Ihm verdankt Jena seinen botanischen Garten. Hans Jensen Buxtehude, Organist in Bad Oldesloe, bekommt Nachwuchs. Seine Frau Helle Jasperdatters bringt den kleinen Dieterich Buxtehude zur Welt. Einige nehmen an es sei in Bad Oldesloe gewesen. Wahrscheinlicher geschah dies aber im dänischen Helsingborg. 1641 war sein Vater nachweislich Organist an der St. Olaikirche in Helsingør. Dort ging er dann zur Schule und wurde ein ziemlich bedeutender Komponist des Barock und Organist im norddeutschen Raum. Von einem anderen Organisten ist das Geburtsdatum auch nicht bekannt, muss aber in dieser Zeit liegen. Johann Friedrich Meister wurde in der Gegend von Hannover geboren. Er wirkte beim Bischof August Friedrich von Lübeck in Eutin. Am 18. April 1683 wurde dieser Johann Friedrich Meister Organist an der Marienkirche Flensburg.

Briefmarke Buxtehude
Briefmarke Buxtehude



Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges sind dänische Truppen in Eutin einquartiert.
In Lübeck wird am 29. Juni 1638 Heinrich Meibom geboren. Sein Vater war schon Mediziner, Professor und der erste Stadtarzt von Lübeck und erlangte eine gewisse Berühmtheit. Auf dem Gebiet der Medizin gelang Heinrich aber bedeutenderes. Nach ihm wurden deshalb die von ihm entdeckten Drüsen, benannt, die Meibomschen Drüsen, das sind Talgdrüsen am Rand der Augenlider. 
Joachim Jungius veröffentlicht sein wohl wichtigstes Werk Logica Hamburgensis (1638). Es beschäftigt sich mit der Erneuerung der Logik. Auch der Nachweis, dass die Kettenlinie keine Parabel ist, wie bis dahin unter anderem von Galilei angenommen, wurde 1639 von ihm erbracht.
1639 wurde der Lotsenzwang auf der Elbe eingeführt. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entwickelten sich Hamburg und das damals dänische Altona zum Zentrum des deutschen Walfangs. 
1638 grassierte die Pest in Papendorf, einem Ortsteil vom heutigen Brunsbek.
1641 werden die Familien Warendorp. Wickede, Brömbsen, Lüneburg, Kirchring und Stiten als Adel bestätigt.

Zimbert Jenisch (* 1587 in Augsburg; † 28. November 1645 in Hamburg), der schon sein Glück in Hamburg gemacht hatte heiratete nach dem Tod seiner ersten Frau 1635 ein zweites Mal, nämlich Esther Amsinck, Tochter des Kaufmanns und Hamburger Senators Rudolf Amsinck. Der aus dieser Ehe stammende Sohn Paul ist der Urgroßvater des Senators Martin Johann Jenisch des Älteren. 1641 gründete auch er mit dem "Eldermann der Bergenfahrer" im zu dieser Zeit dänischen Glückstadt die Firma Drondheimbsche Compagnie, um Fisch billiger nach Deutschland einzuführen. Im Alter von ungefähr 58 Jahren starb Zimbert Jenisch am 28. November 1645 in Hamburg

1641 ist er Kantor geworden: Thomas Selle (* 23. März 1599 in Zörbig) 1624 begann er an der Schule in Heide (Holstein) zu unterrichten, bevor er 1625 Rektor und wahrscheinlich Leiter der Kirchenmusik in Wesselburen wurde.
Zusätzlich wurde er Musikdirektor der vier Hauptkirchen Hamburgs, ab 1642 auch als Canonicus Minor auch am Mariendom. Er starb am 2. Juli 1663 in Hamburg und hinterließ unter dem Titel Opera omnia  der Stadt Hamburg mit seinem gesamten musikalischen Nachlass in 16 Stimmbüchern und 3 Tabulaturbänden Abschriften von den meisten seiner geistlichen Werke. Diese werden in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg aufbewahrt.
Und in Lübeck schickt sich Sebastian Meier an Rektor des Katharineums zu werden.

Sebastian Meier (auch Meyer oder Mejer, * 24. Februar 1594 in Lübeck; † 12. Februar 1664, ebenda) ging schon im Katharineum zur Schule, studierte in Rostock und Wittenberg Theologie, alte Sprachern und Medizin. Er wurde 1622 Mitglied der von Joachim Jungius, dem großen Wissenschaftler, gegründeten ersten naturwissenschaftlichen Gesellschaft nördlich der Alpen, der Societas ereunetica sive zetetica. 
1629 war er wieder in Lübeck, seiner Heimatstadt, und dann zunächst als Subrektor, im Folgejahr für 13 Jahre als Konrektor unter dem Rektor Johann Kirchmann und 1643 für weitere 21 Jahre als Rektor des Katharineums.
Ein Epitaph von ihm hängt im Lübecker Dom. Die lateinische Inschrift lautet: unser berühmter Meier, in Ehren ergraut.

Europäische Geschichte
Im Dezember 1641 bereitet man Friedensverhandlungen vor. In den sogenannten Hamburger Präliminarien werden die Bedingungen für einen Friedenskongress unter Beteiligung aller kriegführenden Mächte festgelegt. Als Orte wurden Münster und Osnabrück festgelegt, Orte, die keine Zerstörungen erfuhren. Einige Zeit waren auch Hamburg und Lübeck als Kongressorte im Gespräch.

1642

 

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