1310

1325-1344 im Traveraum

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion

1326 ließ Graf Johann der Milde zum Schutz gegen die Raubritter Scarpenbergh aus Linau das Schloss Trittau errichten. Zweck der befestigten Anlage, die zunächst eher einer Burg geähnelt haben dürfte, war der Schutz der wichtigen Handelsstraßen nach Lübeck und Hamburg wie zum Elbübergang bei Artlenburg. Das Schloss war der Sitz des Amtmannes, der das Amt Trittau verwaltete. 1326 Schlacht am Hesterberg:  Zunächst schien es, als würde der dänische König, Erich Menved, die dänische Oberhoheit auch in Holstein durchsetzen. Dann jedoch wurde sein Nachfolger Christoph II. vom Holsteiner Grafen Gerhard III., unterstützt vom schleswigschen Adel, in der Schlacht am Hesterberg, das ist in der Nähe von Schleswig, 1326 vernichtend geschlagen.   
Diese Niederlage hatte einschneidende Folgen: Anstelle König Christophs wurde Waldemar V., der noch unmündige Neffe Gerhards III., zum dänischen König gewählt, mit dem Holsteiner selbst als Vormund.
Die Dörfer Woldenhorn (der späteren Stadt Ahrensburg), Ahrensfelde, Meilsdorf und Beimoor kamen 1327 zum Zisterzienserkloster Reinfeld, und Woldenhorn war Sitz des Klostervogts bis Mitte des 16. Jahrhunderts. 1327 wird Delingsdorf erstmals urkundlich erwähnt, als Graf Johann der Milde von Holstein und Stormarn Landbesitz mit dem Kloster Reinfeld tauschte. Bei der Grenzbeschreibung des Gebietes wird eben auch ein „Dedelmestorpe“ genannt. Das Dorf wechselt noch häufig seinen Namen. Der ursprüngliche Ortsname entstand wahrscheinlich aus einem Personennamen „Dedelow“, wie es zur Zeit der fränkischen Besiedelung im 12 und 13. Jahrhundert üblich war.  Und Havighorst b. Oldesloe (ein Ortsteil des heutigen Feldhorst) wurde erstmals 1327, als es an das Kloster Reinfeld verkauft wurde, urkundlich erwähnt. Die Dorfkirche Hamberge wurde 1327/28 erbaut. Der Grundriss ist rechteckig und breit, ohne die in der Gegend sonst übliche Gliederung in Kirchenschiff und Chor.  Dahmsdorf wird als Adamestorpe 1327 erstmals erwähnt. Seit dem Mittelalter gehört es zum Kirchspiel Zarpen. Krummbek wurde ebenfalls in diesem Jahr zuerst erwähnt.
Lübeck kauft 1329 die Befestigung Travemünde von den holsteinischen Grafen.
Als das Kirchspiel Trittau 1330 geteilt wurde, kam Siek zum neuen Kirchspiel Lütjensee.
Als gutsuntergehöriges Dorf entstand auch Timmerhorn, erstmals erwähnt 1331 mit einer Mühle eines Bünningstedter Hufners auf der Flur „Tymmershorn“. 
1333 erwirbt der spätere Lübecker Bürgermeister Bertram Vorrade Stockelsdorf.
In Lübeck wurde im Jahre 1334 die Jakobikirche als Kirche der Seefahrer und Fischer geweiht, ein Jahr später ist auch der Dom und die Katharinenkirche fertig.

1339 wurde Hoisdorf an das Hamburger Domkapitel verkauft.
Rümpel wurde 1342 zuerst schriftlich erwähnt. 1342 wurden Dörfer des Domkapitels von holsteinischen Rittern zerstört und beraubt. In noch vorhandenen Aufzeichnungen wird dabei auch Papendorf genannt. Das erstmals 1342 erwähnte, seit 1345 dem hamburgischen Domkapitel gehörende Dorf Wulksfelde (heute zum Stormarner Tangstedt gehörend), wurde zwischen 1526 und 1533 an Marquardt von Bockwolde auf Gut Borstel verkauft.
Das Dorf Siek wird 1344 an das Nonnenkloster der Zistersienser in Reinbek verkauft. Trotzdem erlangte das Kloster keinerlei Einfluss auf das Kirchspiel Siek, da nach wie vor der Zehnt aus Siek an das Hamburger Domkapitel ging. 

 

 

 

 

Europäische Geschichte

Zwischen 1333 und 1353 kommt es zu zahlreichen Landfriedensbündnissen zwischen Lübeck, benachbarten Städten und Fürsten zur Abwehr von Seeräubern und und Abwehr von Zerstörung von Adelsburgen.
Kaiser Ludwig der Bayer verlieh Lübeck 1340 das Goldmünzrecht. Lübeck war die erste deutsche Stadt, die dieses Recht erhielt.
1343 werden vom König von Schweden und Norwegen die deutschen Vorrechte in Bergen und Schonen bestätigt.

Weltgeschichte
13.-16 Jh. Inkas und Azteken, Mittel- und Südamerika

 

1635