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1274 - 1299 Lübeck wird "hovestad" der Hanse

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion

Großhansdorf wird erstmals 1274 in einer Urkunde des Hamburger Katharinen-Kirchspiels erwähnt, zu dem es damals kirchlich gehörte.
Lübeck brennt 1276, die Jakobikirche wird danach neu aufgebaut. Um 1290 entstand ein dreischiffiger, gotischer Hallenchor genannt St. Petri.
Hoisdorf wurde erstmals 1279 urkundlich erwähnt. Es entstand wahrscheinlich einige Jahrzehnte zuvor als Rodungsdorf. 
1280 gründet der Lübecker Bischof Burkhard von Serkem den Wirtschaftshof Kaltenhof außerhalb der Stadt Lübeck nordwestlich der 1138 zerstörten Siedlung Alt-Lübeck seinen Wirtschaftshof Koldenhave/Coldenhouve in unmittelbarer Nähe der Lübecker Stadtgrenze an der Schwartau. Diesen Hof ließ der Bischof mit Gräben und Palisade befestigen. Dafür wurde die wenige Kilometer entfernt gelegene Burg im Riesebusch aufgegeben..
Grabhügel im Gemeindegebiet von Tangstedt (Stormarn) weisen auf eine vorgeschichtliche Besiedlung hin. Der Ort Tangstedt wurde erstmals 1309 urkundlich erwähnt, der Ortsteil Wilstedt wurde bereits 1292 erwähnt. Auch über Ohlstedt fand man etwas 1292. 
1294 gab das Hamburgerische Domkapitel dem Ritter Otto v. Wackerbart Todendorf für 500 Mark zu Lehen. 1300 verkaufte das Domkapitel für 14 Mark ein Stück von Todendorf an den Ritter Johann v. Homore (heutiges Hammoor). Vor 1766 war Todendorf ein Dominalgut.  Ende des 13. Jahrhunderts erwarb das Kloster Reinbek das Eigentum an Grande. 1296 wurde Wellingsbüttel das erste Mal erwähnt, danach bis 1806 reichsfreies Rittergut, durchlebte es eine wechselhafte Geschichte. Auch urkundliche Quellen über Volksdorf fand man als erstes für dieses Jahr. 
Hamburg bekam 1286 vom Herzog von Sachsen-Lauenburg die Hälfte der Insel „O“ vor der Nordwestspitze Hadelns. Dort errichteten die Hamburger 1299 ein Leuchtfeuer, das „Neue Werk“, nach der die Insel in Neuwerk umbenannt wurde. Der 1367 auf Neuwerk errichtete Turm war wichtig, um die Mündung der Niederelbe gegen Hamburger Feinde zu sichern. Um 1388 wurde von Neuwerk aus auch die benachbarte Burg Ritzebüttel erobert und von Hamburg darauf dauerhaft besetzt gehalten.
Die Besiedlung Stormarns sowohl in den östlichen Randgebieten als auch im Waldgebiet des Innern hat etwa um 1300 ihren Abschluß erreicht und es ist anzunehmen, daß auch das Dorf Ahrensfelde bis dahin gegründet worden ist.
Am 5. August 1284 wurde Hamburg von einem verheerenden Brand heimgesucht, der die damalige Bevölkerung (ca. 5.000) hart traf. Aber schon 1290 wurde ein gemeinsames Rathaus für die verschiedenen "Städte" Hamburgs gebaut (Bischofs-, Hafen-, Alt- und Neustadt)
Das Dorf Schönborn (Sconenborn, heute Schürensöhlen) wird bereits im Jahre 1280 erwähnt. Im Jahre 1296 stifteten die Landesherren Adolf und Johann zu Holstein dem Dorf eine Kirche. Es wird ein Kirchspiel gegründet, zu dem auch die Bewohner von Ahrensfelde gehörten, wie im Jahre 1310 erwähnt wird. Der Name des Ortes könnte das Feld an der Arn oder Arens – des ersten Siedlers – in der Gemarkung Ahrensfelde bedeuten.
1290 kauft Lübeck die Wakenitz und den nördlichen Teil des Ratzeburger Sees.
Über Wandsbek im Mittelalter ist recht wenig bekannt: Schriftlich wurde Wandsbek erstmals in einer Urkunde der Schauenburger Grafen vom 10. Oktober 1296 zusammen mit zwölf weiteren stormarnschen Dörfern erwähnt. Die kleine Bauernsiedlung lag in der Nähe der heutigen Schloßstraße und bestand aus einem Gut und einigen Gehöften. 
Von 1299 bis 1426 hatte Bornhöved lübische Stadtrechte. Damit verbunden war ein Bürgermeister-Amt und Ratsherren. Außerdem wohnte der Landesälteste von Holstein-Rendsburg im Ort, so dass die Städteversammlung für ganz Holstein bis zum Beginn der Landtage in Kiel im Jahr 1480 in Bornhöved stattfand.

Lübeck Haupt der Hanse
Hovestad Lübeck




Deutsche und Europäische Geschichte
14. Februar 1287: Wieder einmal große Sturmflut. Die Luciaflut trifft die gesamte Nordseeküste. Diesesmal sollen 50.000 Menschen dabei zu Tode gekommen sein. Es entsteht der Dollart in Niedersachsen.
1293 löst Lübeck Visby als "Oberhof" des deutschen Kontors in Novgorod ab.
Lübeck gilt ab 1294 unangefochten als caput et principium omnium  und als hovestad der Hanse. Das wurde im 14. und 15. Jh. mehrfach bestätigt. Besondere Rechte gegenüber den anderen Städten der Hanse konnte Lübeck aus dieser Funktion jedoch nicht herleiten.
Der aktive Handelsbereich der Lübecker Kaufleute reichte von den Messen der Champagne in Nordostfrankreich bis Nowgorod, Polozk -Smolensk in Russland, von Bergen in Norwegen und Stockholm bis nach Straßburg unter weiter auf dem Oberrhein im Westen und über die Weichsel in Richtung Breslau und Lemberg (Lwow) bis zum Schwarzen Meer im Osten. Bevölkerungsanstieg und wirtschaftliches Wachstum hatten zu einer immer größeren Nachfrage nach den Produkten des Ostseeraums geführt. Hansisch-lübeckischer Handel war nun in erster Linie Handel mit Massenprodukten: mit Hering und Salz, Getreide und Mehl, Holz und Waldbauprodukten wie Pech, Teer, Pottasche und Asche, die ebenso wie Flachs, Hanf und Waid von den Zentren der Tuchproduktion in Flandern in enormen Mengen verbraucht wurden. 

Weltgeschichte
1291 Ende der christlichen Herrschaft in Palästina und der Kreuzzüge nach sieben Kreuzzügen

 

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