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1239 - 1258 Die "Hansa Almaniae" entsteht

Geschichte in Hamburg, Stormarn und der Traveregion
Trittau wurde 1239 anlässlich des Baus der Kirche, die zunächst zum Kloster Reinbek gehörte, zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Hamburg vereinbart mit Lübeck einen Vertrag über die Sicherung des Landweges zwischen beiden Orten 1241.

 

1247 erkennt Lübeck unter sehr günstigen Bedingungen die Schutzherrschaft der holsteinischen Grafen Johann I. und Gerhard I. an. 1247 ist auch der Dom geweiht worden. Patrone sind die Heiligen Johannes der Täufer und wie auch im Braunschweiger Dom Blasius, sowie Maria und Nikolaus. Große Teile der hölzernen Stadt Lübeck brennen zwischen 1251 - 76 immer wieder nieder. Erste Häuser aus Backstein werden gebaut.

Braak wurde erstmals 1256 urkundlich erwähnt, aber wahrscheinlich bereits um 1245 gegründet. Es entstand im Rahmen der sächsischen Ostkolonisation an der Grenze zu den slawischen Siedlungsgebieten.

Grande wurde erstmals 1248 urkundlich erwähnt und in das neu gegründete Kirchspiel Trittau eingepfarrt. Es dürfte jedoch älter sein, da die Urkunde vom Wechsel aus dem Kirchspiel Steinbek in das Kirchspiel Trittau spricht. Grönwohld wurde erstmals 1248 urkundlich erwähnt. Seit dem Mittelalter wurde der Ort von der Mühlenwirtschaft geprägt. Das Dorf gehörte zum alten landesherrlichen Amt Trittau. Auch Großensee wird als Gemeinde erstmals 1248 erwähnt und dem Kirchspiel Trittau zugeordnet. Der Ort ist nach dem gleichnamigen See benannt.  Witzhave wurde 1248 auch erstmals erwähnt. Der Ort wurde um 1300 von den Holsteiner Grafen an das Kloster Reinbek verkauft. 

Klein Wesenberg (niederdeutsch Lütt Wasenbarg) wurde erstmals 1251 in einem Kaufvertrag des Klosters Reinfeld erwähnt. Das Dorf dürfte jedoch erheblich älter sein. Groß Wesenberg entstand im Rahmen der deutschen Nordostkolonisation als Rodungsdorf im 12. Jahrhundert. 1251 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung, als das Kloster Reinfeld den Ort erwarb. 
Kloster Reinfeld:
Das Kloster Reinfeld (purus campus) beginnt weitere irdische Geschäfte und erwirbt 1231 Anteile an der Lüneburger Saline, welche später zu sprudelnden Gewinnen durch das „weiße Gold“ führen sollten. Das war nicht das einzig irdische, immer mehr neue Siedlungen entstehen. Solche Siedlungen nannten sich kamps (vom lateinischen campus = Feld) und sind auch heute noch hier zu finden; Binnenkamp mit dem Golfplatz, Lehmkamp, Poggenkamp, Hohenkamp oder Heidekamp.

Kloster Reinfeld
Kloster Reinfeld

Durch den Papst Innozenz IV. wurde dem Reynevelder Abt 1254 die Sorge für die Aufrechterhaltung des von den Lübeckern bestätigten kaiserlichen Freiheitsprivilegs übertragen. Drei Jahre später erhielt der Abt den Auftrag, nie zu gestatten, dass Lübecker Bürger ohne päpstliches Spezialmandat vor auswärtige geistliche Gerichte zitiert noch die Stadt selbst mit Bann belegt würde. Damit gewann die Stellung des Klosters gegenüber der Hansestadt und die des Abtes gegenüber dem Lübecker Bischof noch einmal an Bedeutung.

Graf Adolf IV. von Schauenburg verleiht Itzehoe das Lübsche Stadtrecht. Vermutlich vor 1249 wurde auch Oldesloe mit dem Lübschen Stadtrecht privilegiert. Von der Besiedlung des heutigen Reinbeker Gebietes in bereits vorgeschichtlicher Zeit zeugen zahlreiche Hügelgräber. Die erste urkundliche Erwähnung Reinbeks datiert allerdings erst auf das Jahr 1238 und geht auf die Gründung des gleichnamigen Zisterzienserinnenklosters zurück. Der Ortsname stammt vermutlich von „Rainbek“ (= Bach am Feldrand). Um 1238 wurde das Zisterzienser-Nonnenkloster nach Köthel angesiedelt, das 1240 als Kloster Reinbek in die heutige Stadt Reinbek verlegt wurde. Köthel blieb jedoch bis zur Auflösung des Klosters im Zuge der Reformation 1529 im Besitz des Klosters. 

1256 wird Nienwohld erstmals als Nova Silva erwähnt. Der Name bedeutet Neuer Wald. Papendorf (Ortsteil der heutigen Gemeinde Brunsbek) wurde in der Zeit zwischen 1256 und 1259 gegründet. Die Holsteiner Grafen Gerhard I. und Johann I., die Söhne Herzog Adolfs IV. von Holstein, verliehen dem Hamburger Domkapitel ein Waldgebiet zwischen Braak und Großensee. Die Herren des Domkapitels ließen dort Bäume roden und gründeten ihr Pfaffendorf, genannt Papendorf.

Havighorst (durch Eingemeindung 1974 zur Gemeinde Oststeinbek gehörend) wurde erstmals 1257 beim Verkauf des Asbrook urkundlich erwähnt.

1258 richtet der Lübecker Bischof ein Siechenhaus ("Domus leprosum") für Leprakranke in der Nähe der heutigen Georgskapelle Bad Schwartau ein
Deutsche Geschichte
Deutsche Kaufleute aus Lübeck und Hamburg und die "Gotlandfahrer" machen einen Vertrag über die Erlangung von Handelsprivilegien in Flandern 1252, nachdem sich schon in London die gemeinsame "Hansa Almaniae" gebildet hatte, die den späteren Stalhof betrieb. Hamburg hat eine gemeinsame Währung mit Lübeck ab 1255. Niederdeutsch löste Latein als Hamburger Amtssprache ab, ein Grund- und ein Schuldbuch wurden eingeführt und manche Kaufleute begannen eine eigene Buchführung („Handlungsbuch“). Im Laufe der Zeit kam es auch in Hamburg zur Identifikation von Kaufmannsinteresse und Ratspolitik und die Hanse insgesamt wandelte sich vom Kaufmanns- zum Städtebund.
1256 tritt erstmals unter den Ostseestädten eine wendische Gruppe in Wismar hervor, zu der neben Wismar Hamburg, Lübeck, Rostock, Stralsund und Lüneburg gehören.


 

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