1138

1140 -1149 im Raum Lübeck und Stormarn

Geschichte in Stormarn und der Traveregion
Bereits 1142 erhielt Heinrich der Löwe die beiden bedeutenden Herzogtümer Bayern und Sachsen aber wieder als Lehen des Kaisers Lothar III. von Supplinburg. Heinrich entzog wiederum jetzt Heinrich von Badewide die Grafschaft Holstein und Stormarn und setzte wieder Adolf II von Schauenburg ein.  

Als offizielles Jahr der Gründung Lübecks wird 1143 genannt. Heinrich spricht Adolf II. die Grafschaft Holstein-Stormarn wieder zu, zudem Wagrien. Daraufhin verlieh Graf Adolf II. von Schauenburg einer wohl bereits seit längerem bestehenden christlichen Kaufmannssiedlung auf dem fast vollständig von den Flüssen Wakenitz und Trave umgebenen eiförmigen Hügel Buku das Stadtrecht. Auf diesen Ort wurde der Name "Lübeck" übertragen.

Doch gab es hier schon frühere Besiedlungen. Die erste Siedlung, die den Namen "Liubice" (Liebliche Siedlung der Leute des L’ub; L’ubomir oder L’ubobrat) trug, lag nicht auf der Halbinsel, sondern einige Kilometer entfernt am Zusammenfluss der Flüsse Trave und Schwartau. Sie bestand aus einer Burg, dazugehörigen Siedlungen, einer christlichen Kirche und einer kaufmännischen Niederlassung. Besiedlungen in "Alt Lübeck" können bis in das Jahr 819 zurückverfolgt werden. Die letzte Siedlung Alt Lübeck vor der Gründung Lübecks wurde 1138 von Slawen niedergebrannt.

Die handelsgeschichtliche Bedeutung der slawischen Burgwallsiedlung wuchs seit dem 11. Jahrhundert, als die Ostseeanrainer mit Mittel- und Westeuropa in enge Handelsbeziehungen traten. Im 12. Jahrhundert waren die Handelsverbindungen Alt Lübecks mit den gutnischen Kaufleuten

(von der Insel Gotland), die damals die beherrschende Rolle im Ostseehandel spielten, sehr eng.

Adolf II. legte hier die erste für Lübeck dokumentarisch aufgeführte Burg, einen Holz-Erde-Wall, an, welche 1147 von Helmold von Bosau erwähnt wurde. Mittels Grabungen aus der Neuzeit konnte ein Brunnen für die Zeit um 1155 bestimmt werden.

In den ersten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts hatte Alt Lübeck seine größte historische Bedeutung. Es war die Residenz des - von Kaiser Lothar IV. möglicherweise zum König gekrönten - Abotritenherrschers Heinrich. An ihrem gegenüberliegenden Traveufer hatte sich ein international bekannter Handelsplatz gebildet, in dem sich slawische, skandinavische, besonders gutnische, und deutsche Kaufleute getroffen und zum Teil auch niedergelassen haben dürften.

Segeberg: Erst 1143 wurde die Burg von Adolf II. wiederhergestellt. Vizelin verlegte das nach Neumünster/Faldera ausgewichene Kloster nach Högersdorf, slawisch Cuzalina, und widmete sich verstärkt der Missionstätigkeit.

1147 Der Abotritenfürst Niklot überfällt Lübeck.

Die Vicelinkirche St. Jacobi in Bornhöved wird 1149 geweiht.

Steinfeld (ein Orteil des heutigen Feldhorst) wurde urkundlich erstmals im Jahre 1149 erwähnt in einer Urkunde Heinrichs des Löwen. In dieser wird ein Marcradus de Steenvelde als Zeuge erwähnt. Marcradus de Steenvelde ist der einzige geschichtlich bekannte Bewohner des Heilsaugebiets im 12. Jahrhundert.


Deutsche Geschichte

1147: Wendenkreuzzug: Heinrich der Löwe zwingt den Abodritenfürsten Niklot, den Stammvater der späteren Herzöge von Mecklenburg, zur Aufgabe des Götzendienstes und Tributzahlung. Das andere Kreuzheer unter Albrecht dem Bär und Konrad von Wettin unternimmt einen ergebnislosen Zug gegen Herzog Ratibor von Pommern nach Stettin.

1148 heiratet Heinrich der Löwe Clementia von Zähringen, die als nicht unbeträchtliche Mitgift die Burg und Herrschaft Badenweiler in Schwaben in die Ehe einbrachte.

 

Europäische Geschichte

10.- 12. Jhdt. romanische Baukunst

 

Weltgeschichte

6.-10 Jh. Tang Dynastie in China, Höhepunkt der Kaiserzeit

Bau der chinesischen Mauer

6. .- 16. Jh. Mali, Ghana, Songhai

1150

Großreiche in Afrika