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In Stormarn zu Hause - Der Brandschutzexperte Minimax

Einer der größten Arbeitgeber im Raum Stormarn ist Minimax. Seit mehr als 110 Jah­ren zählt Minimax zu den welt­weit füh­ren­den Mar­ken im Brand­schutz. Die heu­ti­ge Minimax Vi­king Grup­pe er­wirt­schaf­tet jähr­lich einen Um­satz von rund 1,6 Mil­li­ar­den Euro und be­schäf­tigt mehr als 8.200 Mit­ar­bei­ter welt­weit. Die Un­ter­neh­mens­grup­pe mit Haupt­sitz in Bad Ol­des­loe un­ter­hält meh­re­re ei­ge­ne For­schungs-, Ent­wick­lungs- und Fer­ti­gungs­stät­ten. Ob in Au­to­mo­bil­wer­ken, Kraft­wer­ken, Lo­gis­tik­zen­tren, Büro- und Ver­wal­tungs­ge­bäu­den, Data Cen­tern oder auf Schif­fen - wo immer Brand­ge­fah­ren dro­hen, lie­fert Minimax ma­ß­ge­schnei­der­te Lö­sun­gen und steht auch nach der In­stal­la­ti­on des Brand­schutz­sys­tems mit einem um­fas­sen­den Ser­vice­an­ge­bot zur Ver­fü­gung. 

Zurück geht die interessante Geschichte auf die Spitztüte. Wilhelm Graaff (1872–1931) brachte den Feuerlösch-Apparat im Dezember 1902 auf den Markt. 
Un­ter­neh­mens­grün­der Wil­helm Graaff ließ diese le­gen­dä­re Spitz­tü­te pa­ten­tie­ren. Der Name „Minimax“ für diesen Feuerlöscher entstammt einem Preisausschreiben der Mitarbeiter: ein Minimum an Gewicht, Preis und Aufwand – ein Maximum an Einfachheit und Leistungsfähigkeit. 
1906 ist minimax schon weltweit die Num­mer 1 mit mo­bi­len Feu­er­lö­schern und un­ter­hält Aus­lands­ge­sell­schaf­ten in Eu­ro­pa und in den USA.

Hier ein Exemplar einer Spitztüte aus dem Deutschen Feuerwehrmuseum Fulda.

 

 

 

 

Spitztüte
By self-work [Public domain], from Wikimedia Commons

Heute (2018) besteht neben dem Stammsitz in Bad Oldesloe schon seit 15 Jahren in Reinfeld eines von 22 bundesweiten Planungsbüros, das die im Oldesloer Werk vorgefertigten Komponenten entsprechend den kundenspezifischen Vorgaben konzipiert, einbaut und wartet. In Abstimmung mit den derzeit jeweils gültigen Brandschutzauflagen der Feuerwehren und der Versicherungen werden die Anlagen realisiert. Bereits in der Baugenehmigungsphase werden Brandschutzgutachten durch Sachverständige erstellt und von Minimax umgesetzt. 
Die „Selbst­tä­ti­ge Feu­er­lösch­an­la­gen Ge­sell­schaft“ (SFH) wird 1929 in Ham­burg als Spe­zia­list für sta­tio­nä­ren Brand­schutz ge­grün­det. Die SFH macht sich in den Fol­ge­jah­ren einen Namen als Er­rich­ter von Sprink­ler­an­la­gen und CO2-Lösch­an­la­gen und ent­wi­ckelt ei­ge­ne Sys­tem­kom­po­nen­ten, wie Sprink­ler und Alarm­ven­ti­le.
In Bad Urach bei Stutt­gart, noch heute Haupt­sitz von Minimax Mo­bi­le Ser­vices, ent­steht 1953 die mo­derns­te Fa­brik Deutsch­lands für Feu­er­lö­scher und Feu­er­lösch­ge­rä­te sowie für Lösch­an­la­gen auf Feu­er­wehr­fahr­zeu­gen. Die SFH ver­legt 1966 ihr Werk nach Bad Ol­des­loe. Der Stand­ort wird in den fol­gen­den Jahr­zen­ten kon­ti­nu­ier­lich aus­ge­baut und ist heute Haupt­sitz der Minimax-Vi­king Grup­pe.
Über Jahrzehnte war Minimax die Führungsgesellschaft der gesamten Brandschutzaktivitäten der Preussag AG. 1998 erweiterte Minimax das Forschungszentrum Brandschutz in Bad Oldesloe, das seither das größte dieser Art in Europa ist.
Nachdem die Preussag sich zunächst von der Salzgitter AG getrennt hatte und vorher alle Hapag-Lloyd-Aktien in Besitz nahm kam es zu einem Umbau. Man konzentrierte sich auf Containerschifffahrt und übernahm die TUI mit den ganzen Kreuzfahrt-Aktivitäten.  Minimax bekam als neuen Gesellschafter Bar­clays Pri­va­te Equi­ty Deutsch­land, spä­ter fol­gten In­vest­corp und IK In­vest­ment Part­ners. 2001 wurde dieser Investorenwechsel vollzogen. Sehr zum Vorteil von Minimax. Man schloss sich mit Vi­king – einem in­ter­na­tio­nal füh­ren­den Her­stel­ler von Sys­tem­kom­po­nen­ten für Sprink­ler- und Sprüh­flut­an­la­gen – zu­sam­men. In­ner­halb der Minimax Vi­king Grup­pe kon­zen­triert Minimax sich auf An­la­gen­bau, Mo­der­ni­sie­rung und Ser­vice, wäh­rend über Vi­king der Ver­kauf von Sys­tem­kom­po­nen­ten an Er­rich­ter er­folgt.

Minimax Bad Oldesloe
Minimax Bad Oldesloe

Jetzt wurden auch Großprojekte wie Autowerke, Flughäfen, Einkaufszentren, die Tango-Türme an der Reeperbahn Hamburg beim Spielbudenplatz oder die Elphi, die Elbphilharmonie Hamburg realisiert. 

Produkte für jeden Bedarf wie Pulver, Schaum, Wasser (auch kombiniert), CO2 usw. Handfeuerlöscher, fahrbare Feuerlöschgeräte, Hochdrucklöschgeräte und umfassendes Zubehör wie Werfer, Pistolen, Zumischer, Schaumrohre, Schläuche und Haspeln. Dazu kommen dann Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Brandschutztüren, Brandwannen, Sprinkleranlagen und vieles spezielles mehr.Seit 2014 gehört Minimax-Viking jetzt zum dänischen Investor Kirkbi. Diese dänische Aktiengesellschaft mit Sitz in Billund, ist Holding für die Beteiligungen und Finanzinvestments der Familie (Family Office) von Kjeld Kirk Kristiansen, einem Enkel des Lego-Gründers und langjähriger Chef des Spielwarenherstellers. Zu den Beteiligungen von Kirkbi zählen aber auch der Windpark Borkum Riffgrund 1 und der private dänische Feuerwehr- und Rettungsdienstleister Falck.

 

 

 

 

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