Zweiter Weltkrieg

Die Traveregion in Trümmern 40 – 49

Direkt nach Kriegsende war die Not groß, die Rationen auf den Essenmarken klein wie nie. Eine Ration für einen Erwachsenen umfasste für vier Wochen Folgendes: 10.000 g Brot, 500 g Zucker, 600 g Fleisch oder Fleischwaren, 250 g Marmelade, 325 g Butter, 62,5 g Käse, 75 g Margarine, 100 g Kaffeeersatz, 2.000 g Nährmittel.

Dennoch schleppten die deutschen Trümmerfrauen bei jedem Wetter fleißig Ziegel, Stahlträger, Waschbecken und Rohre und befreiten die zerbombten Gebäude und Städte. Das normale Leben ging trotz aller Widrigkeiten weiter. So überquerte Thor Heyerdahl 1947 mit der Kon-Tiki den Pazifik. Die Vorstellung des ersten Bikinis sorgte in einem Pariser Schwimmbad für einen handfesten Skandal. Der Swing als Ausdruck der Lebensfreude und Befreiung eroberte die Welt. Viele deutsche Soldaten waren derweil noch in Kriegsgefangenschaft. Erst im Laufe der Jahre kehrten sie zurück. 

 

 

 

 

Briefmarke Adenauer
Briefmarke Adenauer


1949 wird Konrad Adenauer Erster Bundeskanzler. Dieser reiste im September 1955 nach Moskau und erreichte die Freilassung der letzten 9626 deutschen Kriegsgefangenen aus dem Zweiten Weltkrieg, welche sich noch als von der Sowjetunion als Kriegsverbrecher verurteilt in sowjetischer Gefangenschaft befanden.Ab 1948 wurde im Westen Deutschlands an der Ausarbeitung des ersten Grundgesetzes gearbeitet und 1949 die Bundesrepublik gegründet. 


Briefmarke Theodor Heuss
Briefmarke Theodor Heuss

Der Erste Bundespräsident war dann Theodor Heuss. Hinter der „Zonengrenze“ im Osten, in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) ging aus dieser „Ostzone“ die Deutsche Demokratische Republik (DDR)“ hervor. Der Erste Ministerratsvorsitzende war Otto Grotewohl. Der Erste (und einzige) Präsident wurde Wilhelm Pieck, der mächtigste Mann  war tatsächlich aber ein anderer, nämlich Walter Ulbricht.So normalisierte sich stückweise das Leben in einem Deutschland in zwei Staaten.1948: Nach geheimen Vorbereitungen verkündeten die Westmächte am 20. Juni 1948 das „Erste Gesetz zur Neuordnung des Geldwesens“ und führten in den Westzonen die Deutsche Mark als gesetzliches Zahlungsmittel ein. Am 21. Juni 48 erhielt jeder Bewohner gegen Einzahlung von 60 Reichsmark zunächst 40 Deutsche Mark, weitere 20 DM gab es zwei Monate später. Über Nacht füllten sich die Regale in den Geschäften mit Waren aus gehorteten Beständen. Allerdings blieben einige Artikel der pure Luxus. So kostete im Dezember 1948 ein Kilo Bohnenkaffee im Großhandelsabgabepreis 21 DM. Auch für Nylonstrümpfe wurden horrende Preise gezahlt. 1940 musste man noch 240 Dollar pro Paar zahlen, nachdem die Lieferengpässe in Amerika dann abgebaut wurden waren es auf dem Schwarzmarkt trotzdem immer noch sehr hohe Preise die sich damit erzielen ließen. Über Jahre konnte man von 35 DM auf dem Schwarzmarkt ausgehen. So entstanden in kürze in Reinfeld 1000 Arbeitsplätze in der aufstrebenden Nylonstrumpfindustrie.   


 

Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Wir verwenden Google analytics.