1939 - 1945 Zweiter Weltkrieg im Trave-Raum

Nationalsozialismus

Der Krieg, der zwischen den expandierenden Achsenmächten und den Alliierten geführt wurde, prägte das Weltgeschehen nach dem Krieg über die Politik und die Kriegsführung hinaus in den meisten wirtschaftlichen, technologischen, sozialen und kulturellen Zusammenhängen. 

Die weltanschaulichen Gegensätze und Machtinteressen der zweckverbündeten Sieger mündeten in den Kalten Krieg, in dem sich zwei Staatenblöcke unter der jeweiligen Führung der sich etablierenden Supermächte Sowjetunion und USA gegenüberstanden.

Gedenktafel Hamberge
Gedenktafel Hamberge

Der Zweite Weltkrieg forderte zirka 55 bis 60 Millionen Menschenleben, wobei die Sowjetunion und China Verluste in zweistelliger Millionenhöhe erlitten. Er war durch eine starke Ideologisierung, häufig mit rassistischen Zügen geprägt. Dies führte zu zahlreichen Kriegsverbrechen und gewaltsamen, zumeist systematischen Übergriffen auf Kriegsgefangene oder Zivilbevölkerung. Dies traf besonders auf diejenigen Gebiete zu, die Deutschland unter dem Nationalsozialismus beziehungsweise das kaiserliche Japan kontrollierte. Viele der dort ansässigen Bevölkerungsgruppen wurden als minderwertig betrachtet. Mit dem nationalsozialistischen Ziel des Lebensraumgewinns und der Blut-und-Boden-Ideologie war auch untrennbar die von Adolf Hitler im Januar 1939 im Falle eines Krieges angedrohte Vernichtung der „jüdischen Rasse“ in Europa verbunden, die sie letztendlich systematisch betrieben: Im sogenannten Holocaust starben allein sechs Millionen Juden. Ungefähr vier Millionen Angehörige anderer Volksgruppen, insbesondere Slawen, wurden Opfer eines ideologisch geprägten Vernichtungskrieges, dem in dessen Endphase auch viele Deutsche zum Opfer fielen.

Vor, während und nach dem Krieg wurden Grenzen in Mittel- und Osteuropa, im Nahen Osten und in anderen Regionen teils mehrfach neu gezogen. Vielfache individuelle Umwälzungen verursachte der Zweite Weltkrieg durch eine millionenfache Entwurzelung in Form von Emigration, kriegsbedingter Flucht und Vertreibung ganzer Bevölkerungsgruppen.

In der Nacht zum Palmsonntag vom 28. März auf den 29. März 1942 erfolgte der Luftangriff auf Lübeck. Lübeck wurde damit zur ersten deutschen Großstadt, die im Rahmen der kurz zuvor erlassenen britischen Area Bombing Directive bombardiert wurde. Das Zielgebiet bildete die dichtbewohnte mittelalterliche Altstadt. Bei der Bombardierung wurden insgesamt 320 Menschen getötet und 1.044 Gebäude zerstört oder beschädigt, unter ihnen die Marienkirche, die Petrikirche und der Dom. Britische Truppen besetzten am 2. Mai 1945 Lübeck. Die Zerstörung Lübecks wurde durch den deutschen Generalmajor Kurt Lottner vermieden, indem er die bereits angebrachten Sprengsätze an den Brücken und Kaimauern entfernen ließ.

Hamburg wurde am schwersten bei der Operation Gomorrha getroffen.

Das Mahnmal St. Nikolai mit dem angeschlossenen Museum zeugt noch heute davon.

 

Besatzungszeit