ab 1990 wiedervereint

Besatzungszeit



 

Im Zeitraum Juli bis September 1989 wurden noch Botschaften der Bundesrepublik in Ost-Berlin, Budapest, Prag und Warschau durch DDR-Bürger besetzt.  

Am 2.5. öffnete Ungarn bereits die Grenze, bis zum Oktober setzte dann eine Massenflucht nach Österreich ein. Am 9.11.89 wurde dann die Mauer in Berlin und die innerdeutsche Grenze durch die DDR geöffnet. Bundeskanzler Helmut Kohl legt am 28.11. einen 10-Punkte-Plan zur Überwindung der Teilung Deutschlands vor. Der 3.12. war dann der Tag des Rücktritts von Politbüro und ZK der SED und Gregor Gysi, damals Generalsekretär der SED-PDS lud dann für den 7.12. zu einem "Runden Tisch" aus Vertretern der Parteien und Bürgerrechtsbewegungen.   Dieser beschloss für den 18.3.1990 Freie Volkskammerwahlen durchzuführen.

Am 1.7.1990 wird dann der Staatsvertrag über die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion mit der DDR vollzogen. Dieser sah die Einführung der DM und der sozialen Marktwirtschaft in der DDR und die Umstellung der Löhne, Gehälter, Renten und Pensionen zum Umtauschkurs von 1:1 vor.
Die 2+4-Gespräche wurden am 12.9. in Moskau mit  Unterzeichnung des Deutschlandvertrages abgeschlossen. In diesem verzichteten die Aliierten auf ihre Rechte und sicherten dem neuen Deutschland die Souveränität zu.

Am 3. Oktober 1990 wurde dann die staatliche Einheit durch Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland vollzogen.

Seitdem wird dieser Tag als Feiertag begangen.
Es wurden hier zwar immer weniger Kinder geboren, dennoch nahm - neben Bayern und Baden-Württemberg - die Einwohnerzahl in dieser Region aufgrund sogenannter Wanderungsbewegungen zu, um jetzt erst wieder abzusinken. 

So weicht auch der Altersaufbau deutlich vom Bundesdurchschnitt ab. Die Bevölkerung ist erheblich jünger als anderswo. Dies hatte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die ansässige Wirtschaft.

Eine schöne Gegend ist entstanden mit kultureller Lebhaftigkeit die Trave flussabwärts bis zum Ostseestrand.

Foto Norma Malinowski