17. u. 18. Jhdt. Absolutismus und Aufklärung im Trave-Raum

Frühe Neuzeit


 


Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation hat es auf der Reichsebene im Gegensatz zu einzelnen Gliedstaaten niemals einen wirklichen Absolutismus gegeben, weil die deutschen Herrscher bis zum Ende des Reiches an die Mitwirkung der Reichsstände gebunden waren. In den Ländern Frankreich und Spanien war diese Form jedoch ausgeprägt. Der Begriff Absolutismus wird als Bezeichnung für die von dieser Regierungsart geprägte Epoche europäischer Geschichte zwischen den Religionskriegen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts und den Revolutionen des späten 18. Jahrhundert verwendet.

Der deutsche Ausdruck Aufklärung für diese Zeitspanne wird in den 1770er Jahren gebräuchlicher. Immanuel Kants berühmte Definition in Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? folgt im Dezember 1784 einer Ausschreibung, mit der die Herausgeber der Berliner Monatsschrift zur Klärung eines Begriffs aufrufen. Auch hier ging der Epochenbegriff aus einem bislang unauffälligen Sprechen von „aufklären“ im Sinne von „sich über einen Sachverhalt Klarheit verschaffen“ hervor.

Ein typischer Vertreter war Barthold Heinrich Brockes (auch: Bertold Hinrich Brockes), gesprochen: Brooks (geboren 22. September 1680 in Hamburg; gestorben 16. Januar 1747 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller und Dichter der frühen deutschen Aufklärung.

Sein Hauptwerk ist die naturlyrische Gedichtsammlung Irdisches Vergnügen in Gott, in der die Natur in ihrer Schönheit und Nützlichkeit als Mittler zwischen Mensch und Gott reflektiert wird.
Der seit dem Tod seines Vaters wirtschaftlich unabhängige Brockes begann nun ca. 1705, sich zunehmend seinen literarischen Interessen zu widmen. 1709 starb seine Mutter und hinterließ ein beträchtliches Vermögen. 1712 veröffentlichte er mit dem Passions-Oratorium Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende JESUS sein erstes Werk, das ihn berühmt machen sollte; Komponisten wie Reinhard Keiser (1712), Georg Friedrich Händel (siehe Händels Brockes-Passion), Georg Philipp Telemann (1716), Johann Mattheson (1718), Johann Friedrich Fasch (1723), Gottfried Heinrich Stölzel (1725) und Johann Caspar Bachofen (1759) vertonten Stücke des in den folgenden Jahren weit über die Stadt hinaus bekannten Brockes, weitere Komponisten folgten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Auch Johann Sebastian Bach verwendete Teile daraus in seiner Johannes-Passion (1724). 1720 ließ sich Brockes, nachdem er diesen Posten zunächst abgelehnt hatte, zum Ratsherren von Hamburg wählen und wurde Senator der Stadt. In diplomatischer Mission reiste er nach Wien, Kopenhagen, Berlin und Hannover.

Natioinalstaaten

 

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