A-Z

Oldenburger Wallmuseum

Auf dem Gelände der einstigen Slawensiedlung Starigard lädt

Schleswig-Holsteins größtes archäologisches Bodendenkmal der Slawen

zu einem spannenden Ausflug in die Geschichte ein. 

 

Die norddeutsche Geschichte von fast sechs Jahrhunderten wird hier gezeigt. In zwei Hallenhäusern, bei der Ringwallanlage gelegen, wird die bis ins kleinste erarbeitete Entwicklung des Siedlungsplatzes dargestellt. Ursprünglich war die Ausstellung nur für Funde aus den Ausgrabungen am Oldenburger Burgwall gedacht. Mittlerweile ist die Ausstellung aber erweitert um andere Ausgrabungen und Forschungen, nun überregional für die Zeit nach der Völkerwanderung. 

In einem rekonstruierten Stadtteil erfährt man einiges über das Leben in slawischen Siedlungen vor 1000 Jahren. Im Wallsee, am nachgebauten Hafensteg mit zwei slawischen Lagerhäusern, liegt die “Starigard”, der weltweit einzige Nachbau eines slawischen Handelsschiffes, daneben ankert ein hochseegängiges Wikingerkriegsschiff sowie ein slawischer Einbaum, der früher zum Fischfang benutzt wurde. 
In der Mitte des Dorfplatzes ist eine Feuerstelle um die sich kleine Häuser herum gruppieren. Verschiedene Handwerker gehen dort ihrer Arbeit nach: Weber, Schuhmacher, Töpfer.

Starigard: Nicht ohne Grund steht das Wallmuseum hier. Vor rund 1300 Jahren lag diese holsteinische Stadt mit diesem Namen hier, damals noch an einer Ostseebucht. Es war der wichtigste Hafen der Wagrier, einem slawischen Volk. Um das Jahr 700 entstand der gewaltige, 18 Meter hohe Ringwall, dessen Reste heute immer noch begehbar sind. Der Schiffsverkehr reichte bis Novgorod.

Der Wall: Es war ein gigantisches Projekt seinerzeit. 25.000 Wagenladungen Holz, 22.400 Wagenladungen Füllmaterial und 10.000 Wagenladungen Grassoden wurden verbaut. Die Anlage wurde etwa so groß wie zwei Fußballfelder.

Zum Wallmuseum gehört auch eine Gutsanlage aus dem 18. Jahrhundert und eine Schützengilde.

Das Oldenburger Wallmuseum ist vom 01.04. - 31.10. von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, ebenso auch am Oster- und Pfingstmontag.

Während der Monate Juli und August ist das Museum an allen Tagen und von 10:00 - 18:00 Uhr geöffnet.

Für Gruppen ist das Museum nach Absprache das ganze Jahr über zu besuchen. 

Näheres zum Oldenburger Wallmuseum hier...

Mehr über Burgen und Ringwälle hier...

 

Nicht weit von hier geht es zum Eselpark Nessendorf.