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St. Jacobi in Hamburg

Die Sankt-Jacobi-Kirche ist eine der fünf evangelisch-lutherischen Hauptkirchen Hamburgs.

Trotz vieler Veränderungen im Laufe der Geschichte und massiver Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ist die Kirche einer der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Bauten. Sie ist ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention.

St. Jacobi Hamburg

Die Kirche liegt im Hamburger Zentrum an der Steinstraße. Diese war eine der Hauptstraßen des frühen Hamburg; heute ist sie überwiegend von den Kontorhäusern des 20. Jahrhunderts geprägt.
St. Jacobi ging aus einer Kapelle an einem Jakobsweg hervor. Deshalb wurde die Kirche dem Apostel Jakobus geweiht.
Sie besitzt drei mittelalterliche Altäre: den St.-Trinitatis-Altar im Hauptchor (um 1518), den St.-Petri-Altar im ersten Südschiff (1508) und den aus dem Hamburger Mariendom stammenden St.-Lukas-Altar im 2. Südschiff vom Meister der Kirchenkunst Hinrik Bornemann († 1499). Beachtung verdient auch der Herrensaal, der ursprünglich als Bibliothek diente. Seit 1543 war er Versammlungssaal der Kirchherren und erhielt 1710 eine neue Ausstattung. Das Gemälde Der reiche Mann und der Tod wurde 1622 von David Kindt gemalt.
Die berühmte Arp-Schnitger-Orgel von 1693 auf der Westempore ist mit ihren 60 Registern und ca. 4.000 Pfeifen die größte erhaltene Barockorgel im nordeuropäischen Raum. Von 1989 bis 1993 wurde sie grundlegend restauriert.
Auf die Stelle für den Ersten Organisten der St.-Jacobi-Kirche soll sich Anfang des 18. Jahrhunderts auch Johann Sebastian Bach beworben haben, der aber aus finanziellen Gründen von der Kirchenleitung abgelehnt wurde. Bach ging daraufhin nach Leipzig.
• U3 Mönckebergstraße 
• U1 Steinstraße

 

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