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Das Panoptikum in Hamburg und Madame Tussaud

Auch Hamburg hat sein Madame Tussauds:
Das Panoptikum in Hamburg ist Deutschlands ältestes und größtes Wachsfigurenkabinett.

Adele jetzt für immer in Hamburg

Adele Laurie Blue Adkins MBE (* 5. Mai 1988 in London, England), besser bekannt als Adele, ist eine britische Pop-, Soul-, Jazz- und R&B-Sängerin und Songwriterin. Die Oscar-, Golden-Globe- und fünfzehnfache Grammy-Gewinnerin hat bislang mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft, womit sie zu den erfolgreichsten Sängerinnen des 21. Jahrhunderts zählt.
Jetzt zieht sie ins Panoptikum - als Wachsfigur

Adele jetzt in Hamburg
Adele und ihr Schöpfer Martin Nyffenegger

„Adele ist eine der erfolgreichsten Sängerinnen dieses Jahrhunderts, deshalb darf sie bei uns nicht fehlen“, so Dr. Hayo Faerber, Geschäftsführer des Panoptikums am 21. März 2017 zum Travestreifzug.

Die Wachsfigur wurde vom Bildhauer Marcel Nyffenegger geschaffen. Gemeinsam mit seinem Team arbeitete der Schweizer ein halbes Jahr an der Figur. Es ist die erste Wachsfigur von Marcel Nyffenegger, die ins Panoptikum einzieht.

Das Panoptikum wurde 1879 von dem Holzbildhauer Friedrich Hermann Faerber auf dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn gegründet und ist seitdem in Familienbesitz. Zurzeit wird das Panoptikum von Hayo Faerber, dem Urenkel des Gründers, und seiner Tochter Susanne Faerber geleitet.

Die älteste in der Zunft der Wachsfigurenkabinette war zweifelsohne Marie Tussaud. Ihr Handwerk erlernte sie bereits mit 17 Jahren von ihrem Förderer und Onkel Philippe Curtius in Bern. Ab 1767 lebte sie in Paris, wo sie Privatlehrerin der Schwester von König Ludwig XVI wurde. Während der Revolution modellierte sie zahlreiche prominente Opfer für das Revolutionsmuseum. Die Köpfe der Hingerichteten wurden aufgespießt auf Lanzen zur Schau gestellt, verwesten jedoch recht schnell. Deshalb wurden sie durch Wachsköpfe, gegossen in Totenmasken, ersetzt. Nachdem Maries Onkel 1794 starb, erbte sie seine Wachsfigurensammlung, die sie um von ihr selbst erstellte Wachsfiguren ergänzte. Zunächst tourte sie mit einem Gruselkabinett über Jahrmärkte, 1835 kam es zur Eröffnung des legendären Londoner Museums. Heute ist ein Imperium daraus geworden: 18 weitere Ausstellungen meist in den Weltstädten sowie touristische Attraktionen wie das englische London Eye und der Heidepark Soltau zählen 2015 dazu.

Panoptikum Hamburg

In Hamburg aber wuchs das Panoptikum bis zum Zweiten Weltkrieg im Vergnügungsviertel St. Pauli zu einem Museum mit 300 Figuren an, bevor es 1943 durch Brandbomben zerstört wurde. Mit 28 geretteten Figuren eröffnete das Panoptikum 1948 in einigen wiederhergestellten Räumen. Darunter auch eine 1941 geschaffene Figur von Adolf Hitler, deren Aufstellung zuvor von Nationalsozialisten verboten worden war und die heute in einer Szene mit den Geschwistern Scholl gezeigt wird. 1959/1961 wurde das heutige Gebäude am alten Standort neben dem Operettenhaus errichtet. Anfang 2007 erfolgte eine behutsame Neugestaltung, bei der der Charakter der Fassade im Stil der 1950er Jahre bestehen blieb.

Das Panoptikum verfügt heute über 130 Figuren von historischen Persönlichkeiten in wertvollen Kostümen, internationale Berühmtheiten und Hamburger Stars. Man kann beispielsweise die junge Fußball-Legende Uwe Seeler, die Schauspielerin Inge Meysel in den besten Jahren oder Neuzugänge wie Angela Merkel, Robbie Williams, Angelina Jolie, Vitali Klitschko, Udo Lindenberg, Otto Waalkes, Papst Benedikt XVI., Madonna, Harry Potter oder Barack Obama betrachten. Ebenso ist eine Gruselszene und ein sogenanntes medizinisch-historisches Kabinett vorhanden.
Und das alles noch als Familienbetrieb des Gründers.

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