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Nütschauer Schanze und der Limes

Das Travetal bei Nütschau ist fast im ganzen Verlauf unterhalb von Segeberg von breiten, sumpfigen, deshalb heute noch schwer passierbaren Niederungen begleitet.

Ein Überqueren des Travetales war deshalb nur an ganz wenigen Stellen möglich, nämlich nur dort, wo von beiden Ufern trockene Landzungen sich weit in das sumpfige Wiesengelände hinein vorschieben. Ein solcher Übergang findet sich hier, wo das Travetal auf einer Strecke von 800 Metern auf die Breite von 30 bis 50 Metern einengt.

Nütschauer Schanze

Bei Baggerarbeiten hier am Fluß wurden steinzeitliche Funde gemacht. Erste Schlüsse wurden durch Wolfgang Sonder gezogen und es kam zu weiteren Ausgrabungen 1949 und 1950. Gefunden wurden dabei Keramiken eindeutig slawischen Ursprungs.

Die hier vorhandenen Wallanlagen gehörten zwar zum Limes Saxoniae mussten aber schon eher (wohl um 830) von Slawen genutzt und erstellt worden sein. Die hufeisenförmige Wallanlage, die man besteigen kann, ist jedenfalls keine typische Limesburg.  Den Wällen waren Trockengräben vorgelagert und drei Torbrücken gehörten zu der Anlage. Die gesamte Wallanlage misst ungefähr 80m x 80m.

 

Wallanlage

Die Schanze liegt im Gemeindegebiet von Travenbrück, ganz in der Nähe ist auch das Kloster Nütschau und eine schöne, alte Kornwassermühle.

Burg Arnesvelde