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Rolf Italiaander und das Museum Rade

Direkt gegenüber von Schloss Reinbek befindet sich das Museum Rade.

Auf vier Etagen erwarten den Kunstfreund weit mehr als 1.000 Ausstellungsstücke; Bilder, Skulpturen, Batiken, Keramiken, handwerkliche Gebrauchsgegenstände aus allen Weltgegenden.
Ein Schwerpunkt sind Masken, Skulpturen und neue Kunst aus Afrika und dem Pazifikraum. Weitere Abteilungen zeigen eine umfangreiche Sammlung aus Bali und aus dem übrigen asiatischen Raum, aus Lateinamerika sowie Werke zeitgenössischer Künstler und deutsche und europäische Naive.
Um seiner Kunstsammlung einen dauernden Platz zu geben, gründete Rolf Italiaander 1970 das Museum Rade im Naturpark Oberalster in einem alten Bauernhaus am Rande Hamburgs, das er zusammen mit seinem langjährigen Partner Hans Ludwig Spegg erworben hatte. Hier entstanden auch die zur Tradition gewordenen Kindertage zur Förderung künstlerischer Begabung mit Begleitung renommierter Künstler.
1987 wurde das Museum in eine Gründerzeitvilla am Reinbeker Mühlenteich verlagert, der alte Name blieb dabei jedoch erhalten. Es wird seit Italiaanders Tod von der Stiftung Sammlung Rolf Italiaander / Hans Spegg verwaltet.

Rolf Italiaander (* 20. Februar 1913 in Leipzig; † 3. September 1991 in Hamburg) war ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Kunstsammler, Forschungsreisender, Ethnograf sowie Autor von Kinder- und Jugendbüchern.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich Italiaander in Hamburg nieder, wo er mit Hans Henny Jahnn und anderen die Freie Akademie der Künste in Hamburg gründete und mehr als zwanzig Jahre als ihr Generalsekretär tätig war. Er initiierte 1950 das Erste Hamburger Lesetheater, publizierte zusammen mit Ludwig Benninghoff (Und ließ eine Taube fliegen) und gründete 1954 den Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke, zu dessen Ehrenpräsidenten er 1962 ernannt wurde.
Rolf Italiaander wurde auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt.


 


Öffnungszeiten:

Mittwoch 10:00 – 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 – 17:00 Uhr
Freitag 10:00 – 17:00 Uhr
Sa.-So. 10:00 – 17:00 Uhr

 

Alstertal-Museum