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Martin Luther Kirche in Trittau

In der alten Dorfmitte Trittaus steht die Martin-Luther-Kirche, so genannt seit ihrer Namensgebung zu Ehren Martin Luthers am 30. Juni 1968. Ursprünglich war sie St. Johannes geweiht.

Die im Augenblick älteste bekannte Nachricht über eine Kirche in Trittau stammt vom 10.Februar 1239; an diesem Tag wies der Propst Bruno von Hamburg dem Stift der Nonnen zu Reinbek sowohl die Reinbeker Kirche als auch das von Reinbek aus in Trittau erbaute Gotteshaus zu.
Im Rahmen anstehender Sanierungsarbeiten wurde 2013 auch der Dachstuhl dendrochronologisch untersucht: Einzelne Balken stammen aus der Zeit um 1455.

Martin Luther Kirche Trittau

1880 wurde die Kirche von C.A.W. Lohmeyer als dreischiffige Halle in englisch-gotischen Formen umgestaltet mit dünnen hölzernen Bündelpfeilern, Tudorbögen, flachgedeckten Seitenschiffen und einem etwas höheren Mittelschiff mit hölzerner Tudorbogentonne und einer Hufeisen-Empore. Lohmeyer war hauptsächlich im Herzogtum Lauenburg tätig, in der Nähe sind es die Kirchen in Basthorst, Kuddewörde und Sandesneben; Trittau ist seine einzige Kirche in Stormarn.
Die aus Eichenholz gefertigte, mit Messingschale versehene Taufe ist ein Geschenk des Trittauers Henry Willhöft, South-Pasadena (Cal.). Sie stammt aus der Zeit des Lohmeyerschen Umbaus. Das Messing-Taufbecken trägt als Gravur den Bibelspruch aus Matth. 19/4 „Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes". Über der Taufe hängt ein Taufengel, der 1989 auf dem Dachboden wiedergefunden und dann restauriert wurde. Er war im Jahre 1736 von einem Amtmann gestiftet worden, hatte schon einmal beschädigt auf dem Dachboden gelegen und war 1903 nach einer ersten Restaurierung wieder aufgehängt worden.
Die drei Chorfenster waren eine Stiftung der Familie Adolf Wickel, Grönwohldhof, zurm Neubau des Chores. Sie wurden nach Originalentwürfen von der Kunstanstalt für Glasmalerei der Gebr. Prof. Linnemann in Frankfurt/Main hergestellt, die auch den damals neuerbauten Reichstag ausstattete. 
Altes Tauf- und Abendmahlsgerät ist nicht mehr vorhanden, es ging beim Brand des Küsterhauses im 19. Jahrhundert verloren.

Das musikalische Programm:
Die Kantorei der Martin-Luther-Kirche singt zu ausgewählten Gottesdiensten des Kirchenjahres und hat sich ein Repertoire aus geistlichen und weltlichen Chorliedern, Motetten sowie kleineren und größeren Oratorien aller Stilrichtungen erarbeitet.
Seit Gründung 2007 bietet die Singschule JONA für Kinder und Jugendliche ein vielseitiges Angebot an weltlicher, wie geistlicher Musik. Die Singschule ist aufgeteilt in die Altersgruppen JONA I (Kinder im letzten Kita- Jahr und Kinder der 1. und 2. Klasse), JONA II (Kinder der 3. bis 5. Klasse) und der JONA-Jugendchor (ab der 6. Klasse).

Der Posaunenchor, nunmehr seit 50 Jahren wesentliches Element der Kirchenmusik, macht auch Ausflüge in den Jazz und die Popularmusik.


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Marienkirche Lübeck