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Museum Glinder Kupfermühle in der ältesten Mühle der Region

Ende der 1970er Jahre stand die Kupfermühle vor ihrem Verfall. Die Stadt sanierte sie zwischen 1982 bis 1985 von Grund auf. Im Gebäude wurde dann 1982 das Heimat- und Mühlenmuseum untergebracht.
Im gleichen Jahr bildete sich  der Heimat- und Bürgerverein (HBV). Glinder Bürger fanden sich zusammen und betreiben jetzt dieses Museum. Dazu kommen Veranstaltungen wie Lesungen, Bauernmärkte, Bilder- und Fotoausstellungen, musikalische Events und vieles auch für Kinder gerade auch in den Ferien.

Hier gibt es aktuelles www.hbv-glinde.de
Der Verein erneuerte in der Zwischenzeit das Mahlwerk.

Mühle Glinde
Museum Glinder Mühle

Die erste urkundliche Erwähnung der Wassermühle erfolgte am 25.3.1229: Seinerzeit verschenkte Adolf Graf von Holstein zusammen mit dem Dorf Glinde auch die Kornmühle an die Nonnen des Klosters Hoibek. (Hoibek hieß früher der heutige Reinbeker Stadtteil Sachsenwaldau). Die Mühle muss bereits existiert haben, deshalb ist sie mit Sicherheit die älteste der Region gewesen. 1529 geht sie, nach Auflösung des Klostes in den Besitz des Dänenkönigs Friedrich I. über. Dieser war ja zeitgleich auch Herzog von Holstein.
Ab dem 23.4.1648 wurde sie dann an das Amt der Weißgerber Hamburg verpachtet und zu einer Fell-Mühle umgebaut. In einer Walke oder Fellmühle wurde die mit Wasser gewonnene Energie für die Bottiche genutzt, in denen die Felle gebeizt, gewaschen und gewalkt wurden. Mühlen dieser Art nannte man auch Walkmühlen.
Der Hamburger Händler Hermann Alberding pachtet die Mühle ab dem 7.8.1679 und baut sie zu einem Kupferhammer um. Nach einem großen Brand wird die Mühle im Jahre 1850 neu aufgebaut. 
1864 wird aus der Kupfermühle eine Farbholzmühle um gleich zwei Jahre später wieder zur ursprünglichen Kornmühle umgebaut zu werde. Sicher ist jedenfalls, dass sie dieses mal drei Mahlgänge bekommt.
1887 wird sie auf Turbinenantrieb umgestellt und so bis 1952 betrieben. Der letzte Müller Wilhelm Neuhaus nutzt die Mühle noch bis 1975 als Futtermittelhandlung.
In den Jahren 1991 bis 1993 hat der Heimat- und Bürgerverein Glinde auf der Mühlenwiese ein Ausstellungsgebäude errichtet, das die agrargeschichtliche Abteilung des Heimatmuseums beherbergt.
 

Backofen Glinde
Backofen im Wagenschauer Glinde

Weiterhin wurde von 1999 bis 2002 ein 2. Ausstellungsgebäude erstellt und zwischen den beiden Gebäuden ein historischer, betriebsbereiter Lehmbackofen gebaut.
Man nennt diese Gebäude auch Wagenschauer.
Im Jahre 2004 wurde im ersten Stock des 1. Gebäudes die Erweiterung der Museumsausstellung der Mühle eröffnet. Im Obergeschoß ist die Schaugruppe  "Wohnen in den 50ern" präsentiert.
Von 2011 bis 2012 wurde das 3. Ausstellungsgebäude (Wagenschauer 3) erbaut.
Historische Berufe werden einem hier nahegebracht.
Zur Ausstellung kommen Stücke aus den Bereichen Handwerk, Haus und Hof, Landwirtschaft und (natürlich) alles ums Mehl, denn die Mühle war in ihrer bewegten Vergangenheit auch eine Zeit lang der Betrieb eines Müllers.
Zu sehen gibt es: Modelle, Werkzeug, Maschinen, Möbel, Zubehör und, und, und. Einige Exponate sind über 100 Jahre alt. Sie können aber auch alte Fotos und Schriftstücke betrachten und ggf. Ihre eigenen "Forschungen" in Glindes Vergangenheit betreiben.

Öffnungszeiten
Sonnabend u. Sonntag von 14.00 - 18.00 Uhr.
(November - März bis 17.00 Uhr)
An Feiertagen und während der Schulferien bleibt die Mühle geschlossen.

Adresse: Kupfermühlenweg 7, 21509 Glinde

 

 

 

 

Bismarck-Museum