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Die Elbphilharmonie - ein Schmuckstück

Mitten im Hafen, an der westlichen Spitze der HafenCity, entstand seit April 2007 Hamburgs neues Konzerthaus: die Elbphilharmonie. Über dem Backsteinkorpus eines ehemaligen Kakaospeichers erhebt sich der schillernde, markante Glasaufbau auf bis zu 110 Meter. Schon jetzt so etwas wie ein Wahrzeichen.

Durch massive Kostensteigerungen und starke zeitliche Verzögerungen gilt der Bau mittlerweile als Skandalprojekt. In der Grundlagenermittlung wurden 77 Millionen Euro Kosten für die Freie und Hansestadt Hamburg veranschlagt. Bei Vertragsabschluss 2007 wurden bereits 114 Millionen Euro als durch die Stadt zu tragende Bausumme vereinbart. Nach mehrmaligen Nachverhandlungen einigte sich der Hamburger Senat im Dezember 2012 mit dem Generalunternehmer Hochtief auf eine Netto-Endbausumme von 575 Millionen Euro - inklusive der Planungskosten. Am 23. April 2013 verkündete Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, dass das Projekt die Steuerzahler insgesamt 789 Millionen Euro kosten würde.

Elbphilharmonie

Jetzt ist in einer Brutto-Grundfläche von etwa 120.000 Quadratmeter neben drei Konzertsälen und Backstagebereichen auch The Westin Hamburg, ein Hotel mit 244 Zimmern und Suiten von der 9. bis zur 20. Etage, Gastronomiebereiche, rund 45 Eigentumswohnungen, ein öffentlich zugänglicher Platz auf 37 Metern Höhe und ein Parkhaus mit 540 Stellplätzen enthalten, von denen 170 den Hotelgästen und den Besitzern der Eigentumswohnungen vorbehalten sind.

Das Herzstück des von dem Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfenen Gebäudes ist ein Konzertsaal von Weltklasse auf einer Höhe von 50 Metern mit 2.100 Plätzen, der für Stars aus aller Welt eine großartige Bühne sein wird. Der Große Saal folgt dem Weinberg-Prinzip: Die Bühne liegt in der Mitte des Saals, wie Terrassen eines Weinbergs steigen die Zuschauerränge ringsherum auf. Neben dem großen Konzertsaal gibt es einen Kleinen Saal mit ca. 550 Plätzen, der vor allem für Kammermusikkonzerte geeignet ist, aber auch für Bälle oder Banketts genutzt werden kann. Das Kaistudio im Sockelbau (150 Plätze) ist ein Raum für experimentelle Musik, Vorträge und Workshops sowie Zentrum eines über zwei Etagen reichenden musikpädagogischen Bereichs.

Bereits seit November 2016 ist die Plaza, die Aussichtsplattform, die auf 37 Meter Höhe einen Rundumblick auf die Stadt und den Hafen bietet, für die Öffentlichkeit zugänglich. Schon der Weg zur Plaza ist ein Erlebnis: Vom Eingangsbereich des Gebäudes an der Ostseite führt eine 82 Meter lange, gebogene Rolltreppe aufwärts durch den Speicher. Die Fahrt durch die raffiniert beleuchtete Tube führt die Besucher direkt zum Panoramafenster, das den Blick auf den Hafen freigibt. Von dort gelangt man über eine zweite, kurze Rolltreppe auf die Plaza.

Eröffnung war dann am 11. Januar 2017.

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