Kein Parketthandel mehr an der ältesten Börse Deutschlands in Hamburg

Die 1558 gegründete Börse wurde 1841 von der Trostbrücke neben dem alten Rathaus an den Adolphsplatz verlegt, auf dem sich vorher das um 1230 gegründete Maria Magdalenen-Kloster befand.
Die Hamburger Börse wurde von den Architekten Carl Ludwig Wimmel (* 23. Januar 1786 in Berlin; † 16. Februar 1845 in Hamburg) und Franz Gustav Forsmann (* 19. April 1795 in Hamburg; † 17. März 1878 ebenda)  entworfen und 1841 fertig gestellt. 
Das spätklassizistische Gebäude gehört nicht nur zu den traditionsreichsten, sondern auch zu den schönsten in Hamburg. Beim Großen Brand von 1842 blieb das Gebäude unversehrt. Der Bau ist heute umfasst von den späteren Erweiterungsbauten am Alten Wall (1882 - 1884) und an der Großen Johannisstraße (1909 - 1912). Vom Ursprungsbau ist vor allem der mittlere Börsensaal erhalten.

Die Hamburger Börse ist die älteste aktive Börse Deutschlands. Das Gebäude ist ebenso Sitz der Handelskammer und ihrer Commerzbibliothek, beherbergt aber nur noch drei der Einzelbörsen, da der Zweig der Wertpapierbörse Ende 2005 neue Räumlichkeiten am Rathausmarkt bezog. Die Hanseatische Wertpapierbörse ist auch die älteste der acht aktiven Wertpapierbörsen in Deutschland. Zum 1. Januar 1999 schlossen sich die Vereine der Wertpapierbörsen in Hamburg und Hannover zur gemeinsamen Trägergesellschaft BÖAG Börsen AG zusammen. Da heute nur noch ein computergestützter Maklerhandel zu den täglichen und ausgeweiteten Handelszeiten erfolgt findet im Börsensaal kein Parketthandel mehr statt.
Heute wird die Alte Börse hauptsächlich von der Immobilienwirtschaft genutzt. Die zugelassenen Hamburger Immobilienmakler treffen sich donnerstags von 13 bis 14 Uhr auf dem ehemaligen Parkett der Wertpapierbörse, um Gemeinschaftsgeschäfte anzubahnen, Informationen und Einschätzungen auszutauschen und Geschäftskontakte zu pflegen.

Adolphsplatz 1 20457 Hamburg

 

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