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Salzquellen im Oldesloer Kurpark


In der Gegend von Oldesloe  treten an vielen Stellen, vor allem aber im Tal der Beste und an der Trave bei Tralau und im Brenner Moor, salzhaltige Quellen an die Oberfläche. Allerdings war der Salzgehalt dieser Quell-Sole im Vergleich mit der Lüneburger Sole nur schwach. Der geringe Salzgrad setzte der Produktivität der Oldesloer Saline in der ganzen Zeit ihres Bestehens enge Grenzen.  Schon im Mittelalter wurde in Oldesloe eine Saline angelegt. 1151 ließ Heinrich der Löwe das Werk allerdings zerstören und die Brunnen zuschütten. Er tat dies angeblich um seine Lüneburger Saline vor Konkurrenz zu schützen. In Oldesloe führte dieses Zerstörungswerk bei vielen der späteren Salinenbesitzer zu der unbegründeten Hoffnung, dass im Bestetal eine starke salzhaltige Quelle sprudeln müsse, die es nur zu finden gälte, um die Saline zum Blühen zu bringen. 

Salzquelle

Salzquelle im Oldesloer Kurpark

Es wurden deshalb immer wieder neue Brunnenbohrungen unternommen. 1669 suchte der damalige Besitzer Hausmann die von Heinrich dem Löwen verstopfte Quelle auf dem damaligen Kirchhof rings um die Kirche am Ufer der Beste. Er fand auch salzhaltige Quellen und Spuren alter Brunnenanlagen. Doch alle Tiefbohrungen wurden durch eindringenden Triebsand zunichte gemacht. Ähnlich erging es 1699 dem dänischen König Friedrich IV. , der durch Soldaten den sog. Königsbrunnen vor dem Bestetor anlegen ließ. Die Arbeiten wurden durch den Nordischen Krieg unterbrochen und 1703 fortgesetzt, scheiterten aber ebenfalls am Triebsand. Auch alle nachfolgenden Salinenbetreiber bohrten nach der begehrten Sole, darunter auch der damalige Salineninspektor August Friedrich Lorentzen, der dabei 1811 eine salz- und schwefelhaltige Quelle fand, die den Anstoß zur Gründung des Oldesloer Bades gab.

 

 

 



 

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