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Wolfgang Kieling

Wolfgang Kieling (* 16. März 1924 in Berlin-Neukölln; † 7. Oktober 1985 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Er spielte Theater, zunächst in West-Berlin, 1953 in Basel. Von 1954 bis 1957 war er in Produktionen der ostdeutschen DEFA zu sehen. Danach war er wieder in Westdeutschland tätig, 1960 erstmals auch in einer Fernsehproduktion. Internationale Beachtung erlangte er 1966 durch seine Rolle als Stasiagent in Alfred Hitchcocks Film Der zerrissene Vorhang.

1965 erhielt Kieling den Bundesfilmpreis in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für seine Darstellung in dem Film Polizeirevier Davidswache.

Nach seiner Umsiedlung nach Ostberlin von 1968 bis 1970 kehrte er nach Westdeutschland zurück. Kieling hatte gegen die politische Situation im Westen, insbesondere auch gegen den Vietnamkrieg der Amerikaner, ein Zeichen setzen wollen, sah sich aber schließlich nicht in der Lage, sich in die ostdeutsche Gesellschaft einzufinden.


Seit den 1970er Jahren war Kieling vor allem im Fernsehen tätig.

Kieling arbeitete aber auch viel als Synchronsprecher, z. B. für Glenn Ford (u. a. in Menschenraub, Das kleine Teehaus, Cimarron), Marlon Brando (in Duell am Missouri), Yul Brynner (in Ein Kerl zum Pferdestehlen), Montgomery Clift (in Das Urteil von Nürnberg), Tony Curtis (in Das Millionengesicht), Kirk Douglas (in Vincent van Gogh – Ein Leben in Leidenschaft), Alec Guinness (in Der Schwan), Charlton Heston (in Planet der Affen), Marcello Mastroianni (in La Dolce Vita), Robert Mitchum (in Erbe des Blutes), Paul Newman (u. a. in Die Hölle ist in mir, Die Katze auf dem heißen Blechdach, Süßer Vogel Jugend, Der Preis), Leslie Nielsen (in Alarm im Weltall) und Frank Sinatra (u. a. in Die oberen Zehntausend und Pal Joey). Außerdem lieh er von 1973 bis 1985 in der deutschen Fassung der Sesamstraße der Figur Bert seine Stimme.
Seine markante, sonore Stimme war auch vielfältig in Hörspielen zu hören.

Kieling war insgesamt viermal verheiratet. Seine erste Frau, die Schauspielerin Jola Jobst, lebt nicht mehr. Mit seiner zweiten Frau, der Schauspielerin Gisela Uhlen, hatte er die Tochter Susanne Uhlen, die auch den Beruf der Schauspielerin ergriff. Mit seiner dritten Frau, der Bildhauerin Johanna Göllnitz, hatte er die Tochter Annette. Danach war er mit der wesentlich jüngeren Schauspielerin Monika Gabriel verheiratet, die er während seines zweiten Aufenthaltes in der DDR kennenlernte und die ihm später in den Westen folgte. Aus einer kurzen Beziehung mit der Schauspielerin Ingrid Rentsch während seines ersten Aufenthalts in Ostberlin ging der Sohn Florian Martens hervor, der inzwischen ebenfalls ein bekannter Schauspieler ist. Kieling ist der Großonkel des Tierfilmers Andreas Kieling.

Verbunden mit Ahrensburg starb er 61-jährig in einem Krankenhaus in Hamburg nach einer Magen-Operation. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg.
(Alle Angaben lt. Wikipedia 2015)

Fr. Gottl. Klopstock