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Sebastian von Bergen löst Hamburg aus der Hanse

Dieser Hamburger Bürgermeister war es, er hat die Stadt aus der Hanse gelöst. 

Sebastian von Bergen, auch Sebastianus a Bergen (* 1554 in Hamburg; † 24. Oktober 1623 in Hamburg) war es. Nach dem Besuch der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg besuchte er 1575 die Universität Leiden (Südholland), um Rechtswissenschaft zu studieren.
1578 wechselte er an die Universität Rostock und studierte ab 1580 an der Universität Wittenberg. 

Das Ende der Hanse
Das Ende der Hanse

Sein Examen 1583, eine sog. Lizentiatprüfung der Rechte, war so ausgezeichnet, dass der sächsische Kurfürst August ihm 1584 eine außerordentliche juristische Professur an dieser Universität antrug. Seine Dienste waren dann aber für seine Heimatstadt Hamburg wichtiger, dort ernannte man ihn 1585 zum Staatssekretär und schickte ihn zu Staatsgeschäften an die auswärtigen Höfe. Diese führten ihn an den Hof Elisabeths I. nach England, 1599 zu Heinrich IV. nach Frankreich, 1603 zu König Christian IV. nach Dänemark, 1604 zu König Jacob I. nach England und 1605 nach Schweden. Ab 1601 war er Ratsherr der Stadt. Als Hamburger Abgesandter nahm er 1608 am Reichstag zu Regensburg teil. 
Alle Verhandlungen hatten letztendlich zum Ziel Hamburg aus der Hanse zu lösen.
1614 war er dann Bürgermeister von Hamburg.

Ab 1610 gründete er eine umfangreiche Sammlung für die Bibliothek des Johanneums, schrieb auch selbst und stiftete größere Summen. Aus dieser entstand später die heutige Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. 

Vieles über seine Zeit in der Hanse wird im Europäischen Hansemuseum in Lübeck gezeigt. 

 

 

 

 

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