Das Dream-Team Amalie Schoppe und Friedrich Hebbel

In Burg auf Fehmarn geboren, kam sie 1798 zu einem Onkel nach Hamburg. Emma Sophie Katharina Amalia Schoppe (* 9. Oktober 1791 in Burg auf Fehmarn; † 25. September 1858 in Schenectady, New York, Vereinigte Staaten) 
Die Mutter war offenbar zunächst die Bezugsperson , bis diese 1802 eine zweite Ehe mit dem Hamburger Kaufmann Johann Georg Burmeister einging. Amalie beschäftigte sich  In ihrer Jugend derweil vor allem mit Sprachen und Medizin. 
Nach dem frühen Tod ihres Mannes 1829 sorgte sie durch ihre rege schriftstellerische Tätigkeit für den Unterhalt der Familie. Außerdem leitete sie zeitweilig zusammen mit Fanny Tarnow eine Erziehungsanstalt für Mädchen. 
Sie war befreundet mit Rosa Maria Assing, Justinus Kerner und Adelbert von Chamisso, aber eine andere Freundschaft machte sie noch populärer. 
Als Schriftstellerin verwendete sie auch die Pseudonyme Adalbert von Schonen, Amalia und Marie und wurde vornehmlich als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt. Ihr Gesamtwerk umfasst 200 Bände.
Friedrich Hebbel (* 18. März 1813 ; † 13. Dezember 1863 in Wien) wurde in Dithmarschen, in Wesselburen als Sohn eines Tagelöhners in ärmlichen Verhältnissen geboren. Die Beziehung zum Vater erwies sich als schwierig und angespannt. 

Briefmarke HebbelBriefmarke Friedrich Hebbel


Das Hebbelmuseum in Wesselburen vermittelt einen lebendigen Eindruck dieser Zeit. Beim Kirchspielvogt in Wesselburen lebte und arbeitete Hebbel von 1827 bis 1835. In der Schreiberstube führte er das Protokollbuch und schrieb erste Gedichte. Nach einem erfolglosen Besuch des Johanneums verließ Hebbel Hamburg, um in Heidelberg ein Jurastudium aufzunehmen. Auch dieser trockene Bildungsgang erfüllte ihn nicht. 
1832 veröffentlichte Hebbel weitere Gedichte in verschiedenen Zeitschriften wie Iduna und den Neuen Pariser Modeblättern. Daraufhin wurde Amalie Schoppe, die Herausgeberin der Neuen Pariser Modeblätter, auf Hebbel aufmerksam. Sie unterstützte ihn materiell und holte ihn 1835 nach Hamburg, wo er im Wissenschaftlichen Verein von 1817 tätig wurde. Sie ermöglichte ihm so ein Studium. In Hamburg lernte Hebbel auch Elise Lensing kennen, in die er sich verliebte und die ihn unterstützte.
Später zog es den rastlosen Hebbel quer durch Deutschland und in die europäischen Metropolen. 1840 brachte Elise Lensing einen gemeinsamen Sohn zur Welt, der zwei Jahre später in Wandsbek auf den Namen Max Hebbel getauft wurde. Friedrichs finanzielle Lage war oft prekär. Erst als er 1845 nach Wien kam, sollte sein Leben eine glückliche Wendung nehmen. Hebbel schrieb unter anderem die Tragödie Genoveva, die 1843 das erste Mal gedruckt wurde; außerdem vollendete er die Komödie Der Diamant, die er bereits in München begonnen hatte. Hebbels Drama Genoveva war Anlass für Robert Schumanns gleichnamige Oper Genoveva.Weitere Komponisten zu Hebbel-Stoffen waren später unter anderen Eduard Lassen, Franz Liszt und Johannes Brahms
Das Handschriftenzimmer kann als das Herzstück des Hebbel-Museums bezeichnet werden. Eine Auswahl an Original-Handschriften gibt einen Einblick in die Korrespondenzen, die der Dichter mit vielen Zeitgenossen führte. 
Das Hebbel-Museum ist repräsentative Gedenkstätte und bedeutender Anlaufpunkt für Hebbelforscher aus aller Welt. Die Bibliothek im Obergeschoss umfasst etwa 6000 Titel und steht auch Besuchern auf Anfrage offen.
Das Hebbel-Museum: Begeben Sie sich auf die Spuren eines Dichterlebens: Zehn historische Räume mit Dokumenten, Bildern, Möbeln und Haushaltsgegenständen veranschaulichen die wechselhaften Lebensverhältnisse des großen und bis heute inspirierenden Dichters  Friedrich Hebbel.
Von 1827 bis 1846 gab Amalie Schoppe die Pariser Modeblätter heraus, die auch literarische Beiträge enthielten. Außerdem war sie Mitarbeiterin zahlreicher Zeitschriften und von 1831 bis 1839 Herausgeberin der Jugendzeitschrift Iduna. Von 1842 bis 1845 lebte sie in Jena, dann wieder in Hamburg. Im Jahr 1851 schließlich zog sie zu ihrem Sohn in die USA und starb im Alter von 66 Jahren in Schenectady NY. 
Nach Amalie Schoppe wurde der Amalie-Schoppe-Weg in Hamburg-Barmbek-Nord, in Barmstedt und in Burg (Fehmarn) eine Amalie-Schoppe-Straße benannt.

Adresse Hebbel-Museum: Österstr. 6, 25764 Wesselburen




 

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