A-Z

James Colquhoun Ehrenbürgerwürde Lübecks verliehen am 10. Oktober 1835

Geboren 1780 war schottischer Abstammung. Seit 1817 war er Stalhofmeister in London.

Das Amt hatte er von seinem Vater Patrick Colquhoun übernommen. Der Stalhof bezeichnete seit 1475 ein umfriedetes Gelände am Nordufer der Themse, auf dem die Hansekaufleute in London ihre Niederlassungen hatten.

Hanse

Zudem war er von den Hansestädten zum hanseatischen Generalkonsul und diplomatischen Agenten ernannt worden. Er vertrat die Interessen der hansischen Städte am Hof. Zudem nahm er für die Hanse die Belange der westindischen Kolonien wahr. Auch das sächsische Konsulat und das oldenburgische Generalkonsulat lagen bei ihm. 1828 erhielt er die bremische Ehrenbürgerschaft, 1834 die hamburgische. In einem Brief wies er Lübeck darauf hin, dass ihm nunmehr nur die Ehrenbürgerschaft Lübecks fehlen würde. Er erhielt sie 1835 wegen seiner “vielfachen verdienstvollen Bemühungen im Interesse hiesiger Stadt”.


Nachfolger Colquhouns als hanseatischer Ministerresident in London wurde nach dessen Tod 1855 der Hamburger Senator Alfred Rücker.


 

Peter von Cornelius

Über sein Wirken informiert man sich im Europäischen Hansemuseum.