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Fritz Schumacher - Er hat deutliche Zeichen in Hamburg gesetzt

Kurz bevor der 39-jährige Fritz Schumacher (*4.November 1869 in Bremen) als Baudirektor nach Hamburg berufen wurde, hat er den progressiven "Deutschen Werkbund" mitbegründet, zu dessen Zielen eine funktional orientierte, von hoher handwerklicher Qualität geprägte Architektur gehört.

Nach der Choleraepidemie von 1892 entschloss sich der Senat unter Bürgermeister Mönckeberg, das Gängeviertel in der östlichen Altstadt abzureißen und großzügig neu zu gestalten. Zu diesen Maßnahmen zählt der Bau der Mönckebergstraße, deren Verlauf der bereits 1901 vorgeschlagenen Trasse der U-Bahn zwischen Rathausmarkt und Hauptbahnhof Süd entspricht. Im Rahmen der Citybildung als Folge der wachsenden Bedeutung des Handels nach dem Zollanschluss Hamburgs bestand außerdem ein wachsender Bedarf an Büroräumen in modernen Kontorhäusern. 

1908 erfolgte die Berufung zum Baudirektor und Leiter des Hochbauwesens in Hamburg, wo Fritz vollständig eigentlich Friedrich Wilhelm Schumacher die Stelle am 1. September 1909 antrat. Für Schumachers Wirken in Hamburg wird neben einer an regionalen Traditionen wie der Klinkerbauweise orientierten Moderne auch ein besonderer Fokus auf die Freiflächenentwicklung prägend: Die Siedlungen Jarrestadt und Dulsberg gelten als Perlen modernen Städtebaus. 

Johanneum Hamburg
Johanneum Hamburg


Zu den Bauten aus dieser Zeit zählen das Tropeninstitut (1910–1914), die Hochschule für bildende Künste am Lerchenfeld (1911–1913), das Johanneum (1912–1914), das Fritz-Schumacher-Haus (Gebäude N 30) im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das jetzige Medizinhistorische Museum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (1913) mit dem Sektionssaal von 1926 und das Museum für Hamburgische Geschichte (1914–1923).

 

 

 

 

Grabstätte Schumacher

Sein Grab befindet sich auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Gustav Schwantes


 

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