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Klopstock und sein Wirken auf Matthias Claudius
 

Friedrich Gottlieb Klopstock (* 2. Juli 1724 in Quedlinburg; † 14. März 1803 in Hamburg) war ein deutscher Dichter.

Am 10. Juni 1754 heiratete Klopstock Margareta (Meta) Moller, die er 1751 in Hamburg auf der Durchreise nach Kopenhagen kennengelernt hatte. Sie starb am 28. November 1758 bei einer Totgeburt. Dreißig Jahre hindurch konnte Klopstock sie nicht vergessen und besang sie in seinen Elegien. Erst im hohen Alter (1791) heiratete er die Hamburgerin Johanna Elisabeth Dimpfel verw. von Winthem (1747-1821). 

Briefmarke Klopstock

In Kopenhagen prägte er Matthias Claudius und schrieb für diesen als Ko-Autor.

Klopstock gilt als Begründer der Erlebnisdichtung und des deutschen Irrationalismus. Sein Wirken erstreckte sich über große Teile der Epoche der Aufklärung. Er war aber nicht wie die meisten Aufklärer der Vernunft verpflichtet, sondern wird der sogenannten Empfindsamkeit zugerechnet. 

Des Weiteren gilt er als ein bedeutender Wegbereiter für die Bewegung des Sturm und Drang und trieb regen Gedankenaustausch mit dem Eutiner Kreis.

Goethe war beeindruckt. Lessing bringt auf den Punkt, was Klopstocks Werk widerfuhr: Zwar wurde ihm große gesellschaftliche Anerkennung zuteil, aber das wirkliche literarische Interesse an seinem Werk blieb dahinter zurück.

Auch auf Komponisten und Musiker wie Christoph Willibald Gluck, Carl Philipp Emanuel Bach, Andreas Romberg und Christian Friedrich Daniel Schubart machte Klopstock Eindruck. 

Gustav Mahler vertonte das Gedicht Die Auferstehung mit eigenen Ergänzungen im 5. Satz seiner 2. Sinfonie, Händel seinen Messias.