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Carl Harz verfolgt

Carl Harz (* 14. Februar 1860 in Hamburg-Altona; † 13. August 1943 in Lübeck)
Kaufmann und Organisator, erkannte schon sehr früh die Erholungswerte mit den Teichen und Wäldern in und um Reinfeld

 

Die Wohnungsfrage war immer eine seiner Herzensangelegenheiten.  1910 war er Mitbegründer der gemeinnützigen Wandsbeker Gartenstadt-Gesellschaft, die heute noch existiert. Auch Reinfeld bekam dies gut. Ab 1902 erwarb er hier 85 000 Quadratmeter Bauland, ließ Straßen anlegen, 1905 einen Seepavillon und das Kurhaus mit 50 Betten (auf dem Gelände des heutigen Bildungszentrums) errichten und ließ kleinere und größere Villen erbauen, von denen viele heute noch stehen. 1917 übersiedelte er endgültig nach Reinfeld und bezog sein Haus in der heutigen Carl-Harz-Straße 6. Er setzte sich mit Nachdruck für die Vereinigung der Orte Reinfeld, Neuhof und Steinhof ein und errichtet die "Villenkolonie Harz".
1917 siedelte er endgültig nach Reinfeld um. Er setzte sich, auch in Schriften und Publikationen, für sozial-religiöse Probleme ein. Im Mai 1939 erhielt er vom Landrat des Kreises Stormarn Erich Keßler Veröffentlichungsverbot, es gab Anzeigen und Hausdurchsuchungen. Im hohen Alter von 83 Jahren verstarb er in der Strafanstalt Lübeck-Lauerhof nach vierwöchiger Haft. Er war inhaftiert worden, weil er unter dem Eindruck der Kriegsereignisse, seine Töchter in Hamburg waren ausgebombt worden, einen Protestbrief an Hitler geschickt hatte.
In der Nachkriegszeit wurde die ehemalige Karlstraße in Reinfeld in Carl-Harz-Straße umbenannt.

 

Heinrich IV