Martin-Beheim-Schwarzbach Erzähler und Dolmetscher

Er schrieb auch unter den Pseudonymen Ulrich Volkmann und Christian Corty: Martin Beheim-Schwarzbach,  (* 27. April 1900 in London; † 7. Mai 1985 in Hamburg). Und er bekam zahlreiche Preise, 1964 den Alexander-Zinn-Preis für Literatur und 1980 die Biermann-Ratjen-Medaille.
Der Sohn eines Arztes wuchs zunächst am Mittelweg im Stadtteil Rotherbaum auf. Ab 1907/08 lebte die Familie in der Fährstraße auf der Uhlenhorst (heute Fährhausstraße). Die Eltern stammten aus Deutschland, hatten aber die britische Staatsbürgerschaft angenommen. Diese erhielt Martin wegen seiner Geburt auf einem Schiff im Londoner Hafen. Ein großer Erfolg für den noch jungen Verlag H.Goverts wurde Beheim-Schwarzbachs Übersetzung des Romans Vom Winde verweht der US-amerikanischen Schriftstellerin Margaret Mitchell, die 1937 erschien.


1939 emigrierte er nach London, schlug sich dort zunächst als Fabrikarbeiter durch, bis er am britischen Rundfunk tätig wurde. Seine Ehefrau blieb in Bergedorf. Von 1939 bis 1946 arbeitete Martin Beheim-Schwarzbach für die britische Propaganda. 1946 Rückkehr nach Hamburg, wo er als Journalist (für Die Welt), Redakteur und Schriftsteller sowie als bedeutender Übersetzer arbeitete. 1950 begleitete er als Dolmetscher den Unternehmer Kurt A. Körber auf einer Reise durch die USA.
Mit seinen Werken, beispielsweise Die Michaelskinder (1930), Der Gläubiger (1934), Die Todestrommel (1935), Der Stern von Burgund (1961), Der Mitwisser (1961) zeigte er sich als vielseitigen, humorvollem Erzähler, Essayist und Lyriker, der seine tiefsinnige Gedankenwelt meist in spielerisch-geistreiche Formulierungen kleidete.
Diese Übersetzungen sind auch durch ihn erfolgt: 
Charles Dickens: Oliver Twist. Droemer, München 1955
Mark Twain: Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Fackelträger, Hannover 1966








 

Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Wir verwenden Google analytics.