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Witzhave in Stormarn
Die Gemeinde im Grünen

Witzhave im Kreis Stormarn liegt etwa 20 km östlich von Hamburg. Es gehört zum Amt Trittau. Die Bundesautobahn 24 verläuft durch die Gemeinde. Die Corbek, die Witzhaver Au, die Hahnenbek und die Bille fließen durch die Fläche der Gemeinde.

Witzhave wurde 1248 erstmals erwähnt. Der Ort wurde um 1300 von den Holsteiner Grafen an das Kloster Reinbek verkauft. Er kam infolge der Reformation als Bestandteil des Amtes Trittau unter die Herrschaft der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorp.
Der Ort ist von einigen Grabhügeln umgeben. In den Gräbern fand man allerlei wertvolles. Eine Gewandnadel ist deshalb Bestandteil des Witzhavener Wappens geworden.

Witzhave
750 Jahre Witzhave

An der Corbek stand einmal eine Kupfermühle, genau gesagt 1665 errichtet. Heute heißt dieser Ortsteil Heinrichshof.

In Hamburg wütete einst verheerend die Cholera. Im Jahr 1892 war es der letzte große Cholera-Ausbruch in Deutschland. Der damalige Direktor des Berliner Hygiene Instituts in Person von Robert Koch wurde zur Hilfe gerufen und war geschockt über das Ausmaß dieses Outbreaks. Es gab schon einige erfolgreiche Bekämpfungsmaßnahmen. Unter anderem zählte hierzu der Einsatz des ersten Markendesinfektionsmittels Lysol des Hamburger Kaufmanns Rudolf Schülke, welches in den provisorisch errichteten Desinfektionsstellen erfolgreich eingesetzt wurde und seinen Beitrag zum Rückgang der Cholera leistete. Genau auf diesem Areal der alten Kupfermühle wurde es in grösserem Maße produziert. 1898 gründete Rudolf Schülke dann mit Julius H. Mayr 1889 in Hamburg-Winterhude das chemische Unternehmen Schülke & Mayr. Seit 1963 hat die Firma ihren Sitz in Norderstedt und gehört seit 1996 zur französischen Air Liquide-Gruppen und ist im Hygiene-Bereich sehr erfolgreich und nicht mehr wegzudenken.

Ortsansässig ist die Rako Etiketten GmbH & Co KG, eine der größten Etikettendruckereien Europas.

Ganz in der Nähe lädt der Sachsenwald und das Billetal zur Erholung ein.
 

Volksdorf