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Hamburg-Volksdorf

Hamburg-Volksdorf ist ein Stadtteil im Nordosten der Freien und Hansestadt Hamburg. Er ist dem Bezirk Wandsbek zugeordnet. Seine Bezeichnung stammt von Volcwardesdorpe ab und hat seinen Ursprung in dem Namen des Dorfgründers Volkward.

Nordwestlich schließt Volksdorf an Bergstedt an, westlich an den Stadtteil Sasel und südwestlich an den Stadtteil Farmsen-Berne. Abgegrenzt durch den Volksdorfer Wald schließt südlich Meiendorf, ein Ortsteil des Stadtteils Rahlstedt, an.

Volksdorf
Hamburg-Volksdorf


Die Gegend war – wie das benachbarte Meiendorf – bereits in der Steinzeit besiedelt. Das belegen gefundene Feuersteinbeile, Schaber und Pfeilspitzen aus dieser Zeit. Die Gegend bestand seinerzeit aus Tundrasteppe. Auch aus der späteren Bronzezeit gab es reichlich Funde, namentlich einen der größten Schatzfunde Hamburgs. Bei den Ausschachtarbeiten für die Kleinbahnstrecke am Anfang des 20. Jahrhunderts sind Halsringe, Armspiralen und ein Hängebecken freigelegt worden, die in der Vorgeschichte vermutlich aus kultischen Gründen versenkt worden waren.

Die erste urkundliche Erwähnung im Mittelalter erfolgte 1296. Volksdorf gehörte ursprünglich zu Stormarn.

In dem Museumsdorf Volksdorf sind historische Bauern- und Wirtschaftshäuser zu sehen. Vier- bis fünfmal jährlich werden Gewerketage veranstaltet, an denen frühere Handwerkstechniken und das ländliche Leben in vergangener Zeit zu sehen sind.

In Volksdorf liegt eines der 29 Hamburger Naturschutzgebiete, die von der Saselbek durchflossenen Volksdorfer Teichwiesen. Das gut erhaltene Tunneltal wurde 1993 unter Schutz gestellt und beherbergt bedrohte Arten.

Persönlichkeiten

Emil Maetzel (1877–1955), lebte in Volksdorf
Ernst Rowohlt (1887–1960), lebte in Volksdorf und wurde auf dem Friedhof Volksdorf beigesetzt
Boy Gobert (1925-1986), aufgewachsen in Volksdorf und machte das Abitur am Walddörfer-Gymnasium
Theo Sommer (*1930), lebt in Volksdorf
Hans Apel (1932–2011), lebte in Volksdorf
Edgar Hoppe (*1937), lebt in Volksdorf
Peter Krämer (*1950), aufgewachsen in Volksdorf und machte das Abitur am Walddörfer-Gymnasium
Ole von Beust (*1955), machte 1973 das Abitur am Walddörfer-Gymnasium

 

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