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Rethwisch in Stormarn

Rethwisch, erstmals erwähnt 1050 (niederdeutsch Reetwisch), damals noch als „Redewisch“, was so viel wie „Schilfwiese“ bedeutet, gehört zum Amt Bad Oldesloe-Land.

1442 gehört „Lutteken Redewisch“ dem Ritter Herrmann v. Wyersrode aus dem Geschlecht der Tralows, bevor es nach vielen Besitzerwechseln zwischenzeitlich herzogliche Residenz wurde. An der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert war Rethwisch kurzzeitig Residenzstadt des Kleinherzogtums Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön-Rethwisch.
Frauenholz war ursprünglich ein Kirchliches Gut, das von 1170 bis 1849 der Marienkirche in Lübeck gehörte und ein sog. Lübsches Stadtstiftsdorf war.

Heute erinnert in Rethwischdorf, dem Zentrum der Gemeinde, kein Prachtbau mehr aus dieser Zeit. Im Ortsteil Treuholz gibt es zwei Besonderheiten: Das Gutshaus, das in den 1960er Jahren als Filmkulisse für zwei „Immenhof“-Folgen war, und bis 1962 die Bahnstation an der ehemaligen Kaiserbahn-Linie (Bad Oldesloe – Hagenow).

Die 1968 erbaute Christuskirche in Rethwisch war lange Zeit die einzige Autobahnkirche Schleswig-Holsteins.

Christuskirche Rethwisch
Christuskirche Rethwisch im Travestreifzug


Die Gemeinde Rethwisch besteht aus den sieben Ortsteilen Rethwischdorf, Steensrade, Frauenholz, Tralauerholz, Altenweide, Klein Boden und Treuholz.


Sport wird beim V.f.L Rethwisch e.V. getrieben. 500 Mitglieder spielen Handball, Tischtennis und Fußball. Es gibt eine Aerobic-Sparte, Kinderturnen, Wandern und seit einigen Jahren Jugger. Jugger ist ein schneller Rasensport, bei dem es, ähnlich wie beim American Football oder Rugby, darum geht, den Spielball zu erobern und die gegnerische Mannschaft vom Ballträger fernzuhalten. Dazu nutzt man mit Schaumstoff gepolsterte Pompfen.

Werner Schwarz (* 21. Januar 1900 in Hamburg; † 2. September 1982 auf Gut Frauenholz bei Bad Oldesloe) war ein deutscher Politiker (CDU).
Er war von 1959 bis 1965 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Wolfgang Erich (* 13. November 1920 in Rethwisch (Stormarn); † 9. Juni 1970 in Kiel)

Als Pastorensohn verlebte er seine Jugend in Bornhöved. 1961 zum Dr. phil. promoviert, wurde er persönlicher Referent des damaligen Finanzministers Hartwig Schlegelberger und trat als Pressereferent dieses Ressorts in die Landesregierung ein. Die gleichen Aufgaben nahm er ab 1963 im Innenministerium wahr, bis er 1967 Ministerialdirigent und Direktor des Landtages Schleswig-Holstein wurde.
Als er mit 49 Jahren an einer Leukämie starb, kondolierten Bundesratspräsident Kai-Uwe von Hassel und Ministerpräsident Helmut Lemke.
Uli König (* 1981), von 2007 bis 2010 Vorsitzender des Landesverbands der Piratenpartei. Er ist Parlamentarischer Geschäftsführer der Piratenfraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag und Vorsitzender des Petitionsausschusses, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Piratenpartei im Schleswig-Holsteinischen Landtag

 

Pölitz