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Norderstedt im Kreis Segeberg Stadt im Speckgürtel Hamburgs

Norderstedt (plattdeutsch: Noordersteed) liegt im Süden von Schleswig-Holstein und ist nach Einwohnerzahlen -Am 31.12.15 waren es 76.712 - hinter Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster die fünftgrößte Stadt im nördlichsten deutschen Bundesland.

Die Stadt grenzt an mehrere nördliche Stadtteile der Hansestadt Hamburg: Niendorf, Langenhorn, Hummelsbüttel, Poppenbüttel, Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt.
Die Stadt Norderstedt wurde am 1. Januar 1970 durch den Zusammenschluss der Hamburger Vorstadtgemeinden Friedrichsgabe und Garstedt (beide Kreis Pinneberg) mit Harksheide und Glashütte (beide Kreis Stormarn) gegründet.
Da sich die Kreisausschüsse von Stormarn und Pinneberg über die Verwaltung nicht einigen konnten, teilte die schleswig-holsteinische Landesregierung die Stadt Norderstedt dem Kreis Segeberg zu. Erster Bürgermeister der neuen Stadt war Horst Embacher.
Große Bedeutung für die Region hatte von Beginn an der Ochsenzoll, eine Zollgrenze zwischen Hamburg und Holstein. Vom 15. bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein wurden Ochsen durch das Harksheidemoor getrieben, das bis dahin die größte Moor- und Heidelandschaft in Holstein bildete. Die Ochsen mussten an der Grenze zum Stadtstaat Hamburg verzollt werden. Bis 1840 wurde der Zoll in Garstedt entrichtet (am Ende der Ulzburger Straße), danach in einer Zollstation in Harksheide (am Beginn der Langenhorner Chaussee). Straßennamen wie Schmuggelstieg in der Nähe erinnern noch heute daran. 

Landesgartenschau 2011 Norderstedt
Landesgartenschau 2011 Norderstedt

2011 fand hier eine Landesgartenschau statt.

Das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein wurde 1990 in Norderstedt-Mitte eröffnet.
In Harksheide befindet sich der Norderstedter Stadtpark mit dem Arboretum und dem Stadtparksee, in dem eine Wasserskianlage sowie ein Freibad betrieben werden. Im Park fand die Landesgartenschau 2011 statt. Außerdem gibt es den Willy-Brandt-Park in Garstedt sowie den Moorbekpark in Norderstedt-Mitte. Im Westen der Stadt befindet sich der Rantzauer Forst. Zum shoppen bietet sich das Herold-Center an.
Hier einige Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben und wirken:
Die Goombay Dance Band, die 1980 mit Sun of Jamaica einen Nr.-1-Hit in der Bundesrepublik Deutschland hatte, ist in Norderstedt ansässig.
Der Blues-Musiker Tom Shaka (* 1953), der seit über dreißig Jahren in der internationalen Musikszene einen Namen hat, wohnte bis 2009 in Norderstedt, bis er nach Lüneburg umzog.
Der ehemalige Fußballspieler Uwe Seeler (* 1936) wohnt in Norderstedt.
Auch Ditmar Jakobs (* 1953), der ehemalige Fußballprofi (unter anderem beim Hamburger SV), wohnt in Norderstedt. (Da das ehemalige Trainingsgelände des HSV in Norderstedt liegt, haben einige der Spieler bzw. ehemalige Profis ihren Wohnsitz dort.)
Der ehemalige dänische Fußballprofi- und Nationalspieler Thomas Gravesen (* 1976) sowie sein damaliger Mannschaftskollege Allan K. Jepsen lebten während ihrer Zeit beim HSV in Norderstedt.
Die ehemaligen Fußballtrainer Kuno Klötzer (1922–2011) und Martin Wilke (* 1926) lebten bzw. leben in Norderstedt.
Der russische Fußballprofi (Fußballnationalmannschaft der UdSSR, FC St. Pauli) Juri Sawitschew (* 1965) wohnt u. a. in Norderstedt.

 

 

 

 

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