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Bornhöved im Kreis Segeberg

Die amtsangehörige Gemeinde Bornhöved liegt im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein und liegt etwa 20 km östlich von Neumünster am Bornhöveder See in ländlicher Umgebung.

Hier kreuzen sich die Autobahn Bundesautobahn 21 und die Bundesstraße 430. Von 1911 bis 1961 war Bornhöved Bahnstation der Kleinbahn Kiel-Segeberg, deren Gleise bereits 1962 entfernt wurden.

Der Ort wurde wahrscheinlich von Bischof Vicelin als Kirchdorf gegründet. Die Vicelinkirche St. Jacobi wurde 1149 geweiht.
Von 1299 bis 1426 hatte der Ort lübische Stadtrechte und somit auch einen Bürgermeister und Ratsherren. Außerdem wohnte der Landesälteste von Holstein-Rendsburg im Ort, so dass die Städteversammlung für ganz Holstein bis zum Beginn der Landtage in Kiel im Jahr 1480 in Bornhöved stattfand.
Aufgrund seiner zentralen Lage war der Raum Bornhöved zweimal Ort wichtiger Schlachten: Im Jahre 798 kam es zur Schlacht zwischen den mit Karl dem Großen verbündeten slawischen Abodriten unter ihrem Heerführer Drasco und den Sachsen; und im Jahr 1227 siegte hier Graf Adolf IV. von Schauenburg und Holstein mit einer Koalition norddeutscher Fürsten und Städte über das dänische Heer unter Waldemar II.. Mit dieser blutigen Niederlage, einer der letzten großen Ritterschlachten des Mittelalters, endete der Versuch der dänischen Krone, Norddeutschland zu dominieren.

In Bornhöved fanden häufig Ständeversammlungen der Ritterschaft von Holstein bzw. später auch von Schleswig-Holstein statt. Am 7. Dezember 1813 schließlich fand hier ein Gefecht zwischen dänischen und schwedisch-russisch-preußischen Truppen der Nordarmee statt.

Angeboten werden heute ein Freibad am Naturgewässer des Bornhöveder Sees, ein Campingplatz unmittelbar daneben, Wanderwege durch die reizvolle Landschaft mit Wald und Wasser, Ausflugslokale und Cafe sowie Eisdiele, Tennis und Reiterhof. Die zahlreichen historischen Stätten und Denkmale sind ausführlich beschildert und beschrieben.

Söhne und Töchter der Gemeinde Bornhöved
Otto Berg  (* 10. Dezember 1861 in Bornhöved; † 1944 wahrscheinlich in Lübeck) war ein evangelischer Kirchenmaler.

1904 war er z.B. in Hamburg tätig: St. Petrikirche (erbaut 1883), Hamburg-Altona (neue Ausmalung) Er malte viel in den Kirchen des Architekten Johannes Otzen (Schwerpunkt evangelischer Sakralbau), unter anderem Bilder an östlichen Oktogonschrägen und zusammen mit Peters die ornamentale Dekoration der Friedenskirche Hamburg-Altona.
Claus Möller (* 1942), Politiker
Ludwig Ross (1806–1859), Archäologe

 

Bad Segeberg