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Stadt Bad Schwartau in Ostholstein Heimat für Generationen

Bad Schwartau (plattdeutsch: Bad Swartau) ist eine Stadt im Kreis Ostholstein und ein staatlich anerkanntes Jodsole- und Moorheilbad.

Die Stadt liegt am Fluss Schwartau unmittelbar nordwestlich angrenzend an LübeckDer Ortsname geht auf den wendischen Namen des Flusses zurück, der als „die Schlängelnde“ gedeutet wird. Damit wird Bezug auf den sehr gewundenen Unterlauf des Flusses vor der viel später erfolgten Begradigung genommen.


Unser Ausflugstipp:

Wandern im Riesebusch 

Georgskapelle Bad Schwartau
Georgskapelle Bad Schwartau




Söhne und Töchter der Stadt

Peter Hinrich Tesdorpf  (* 21. November 1648 in Schwartau; † 27. Dezember 1723 in Lübeck) war Fernhandelskaufmann und Bürgermeister der Hansestadt Lübeck. 1678 machte er sich in Lübeck mit gutem Erfolg im Weinhandel selbstständig. Einen Schwerpunkt seines Handels bildete das Portugalgeschäft über Lissabon. 1703 wurde er in den Rat der Stadt gewählt. Von 1704 bis 1706 war er Bauherr und wurde 1715 im Rat zum Bürgermeister der Stadt bestimmt. Er wurde in einer von ihm erworbenen Seitenkapelle der Lübecker Marienkirche bestattet. Dort ist auch trotz des Luftangriffs am Palmsonntag 1942 sein Epitaph im Stil des Rokoko mit einer lateinischen Inschrift erhalten. Es befindet sich an der Südwand der Südlichen Vorhalle. Die Firma Carl Tesdorpf gilt heute als Deutschlands ältester Weinhandelsbetrieb.
Graf Kuno Heinrich Karl zu Rantzau (genannt Kuno zu Rantzau-Breitenburg, auch Cuno; * 22. April 1805 in Schwartau; † 3. Dezember 1882 in Rohlstorf) war ein deutscher Jurist, Gutsherr, Amateur-Architekt und Förderer der Auswanderung nach Neuseeland. Als er nach dem Tod seiner Frau Schloss Bothmer verlassen musste, erwarb er 1857 von dem Lübecker Bürgermeister Christian Nicolaus von Evers eine ehemalige Domherrenkurie an der Parade in Lübeck, die er zu einem Stadtpalais, dem Schloss Rantzau umbaute. Mit dem Umbau wollte er zur Wiederbelebung der Gotik beitragen und an das Rittertum des Mittelalters erinnern.
Wilhelm Meyer-Schwartau,  eigentlich Wilhelm Meyer, (* 28. Juni 1854 in Schwartau; † 14. August 1935 in Stettin; vollständiger Name: Wilhelm Friedrich Adolf Meyer) war ein deutscher Architekt, preußischer Baubeamter und Architekturschriftsteller. Meyer-Schwartau studierte Architektur an der Berliner Bauakademie bei Friedrich Adler und war danach als Architekt und Denkmalkonservator in Speyer und Worms tätig. 1883 erhielt er von der Technischen Hochschule in Berlin unter 21 Bewerbern das Stipendium der Louis-Boissonet-Stiftung mit dem Auftrag, eine bau- und kunsthistorische Dokumentation des bis dahin unzureichend erforschten Speyerer Doms anzufertigen. Von 1891 bis 1921 wirkte Meyer-Schwartau als Stadtbaurat in Stettin, wo er an zahlreichen städtischen Bauprojekten beteiligt war, u. a. auch am Bau der monumentalen Anlage des Hauptfriedhofs.
Hermann Adolf Griesbach (* 9. April 1854 in Schwartau; † 23. Juni 1941 ebenda) war ein deutscher Naturwissenschaftler u. a. auf den Gebieten der Medizin und Zoologie. Neben seinen histologischen Studien hat er durch seine Arbeiten und Initiativen auf den Gebieten der Schulgesundheitspflege (Schulhygiene) und Arbeitsschutz / Arbeitssicherheit (Gewerbehygiene) diese Fächer maßgeblich geprägt. Im Alter von 78 Jahren - beendete Hermann Griesbach seine Tätigkeit in Gießen und zog mit seiner Frau nach Bad Schwartau zurück.
    * Gustav Jäde (* 20. April 1850 (Schwartau) – 24. Juli 1913 (Lübeck) - Kaufmann; wurde am 6. April 1910 Ehrenbürger Schwartaus (für die Stiftung des Mathias und Charlotte Jäde Stifts)
    * Paul Peterich (1864–1937), Bildhauer
    * Hans Böhmcker (1899–1942), Senator
    * Karl Schultz (* 1937), Olympiateilnehmer im Vielseitigkeitsreiten 1972 und 1976
    * Gerd-Volker Schock (* 1950), Fussballtrainer
    * Wolfram Kühn (* 1952), Vizeadmiral
    * Thorsten Geißler (* 1959), Jurist und Politiker (CDU)
    * C. Cay Wesnigk (* 1962), Filmemacher, Grimme-Preisträger
    * Roberta Hübner (* 1965), Juristin und Richterin am Bundesfinanzhof

Persönlichkeiten, die in Bad Schwartau leben und lebten

    * Heinrich Harms (1861–1933), Schulgeograph
    * Johann Georg Buchwald (1720–1806), Fayencekünstler
    * Rudolf Carsten (1880–1954), Nutzpflanzenzüchter
    * August Lüderitz (1838–1922), Kolonialpionier - Bruder, Unterhändler und Geschäftspartner von Franz Adolf Eduard Lüderitz
    * Oswald von Studnitz (1871–1963), letzter überlebender Kapitän zur See der Kaiserlichen Marine
    * Emanuel Geibel (1815-1884), deutscher Lyriker
    * Peter Purzelbaum (= Karl Alexander Pruß von Zglinitzki, Major a.D.) (1884–1957), Humorist
    * Hans Howaldt (1888–1970), Olympiateilnehmer im Segeln 1936
    * Max Steen (* 18. Juni 1898 in Büdelsdorf; † 6. Juni 1997), Lehrer, Heimatforscher und Förderer der niederdeutschen Sprache, Ehrenbürger der Stadt Bad Schwartau
1920 zog er nach Pansdorf und ließ sich schließlich 1929 in Rensefeld dauerhaft nieder. Von 1929 bis zur Pensionierung im Jahr 1964 wirkte er als Lehrer an der Grund- und Hauptschule von Rensefeld, ab 1948 auch als Rektor. Daneben setzte er sich nachhaltig für den Aufbau des Heimatmuseums von Bad Schwartau ein, dessen erster Kurator er war.
    * Heiko Hoffmann (* 1935 in Stettin), Justizminister a.D.
    * Thomas Knorr (* 1971), Handballspieler und -trainer
    * Sandra Völker (* 1974 Lübeck), Schwimmweltmeisterin
    * Bodo Wartke (* 1977 Hamburg), Kabarettist

 

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