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Segelsport in Norddeutschland

Der Segelsport mit seiner Faszination kann sowohl als Regatta, als auch als Freizeitsport bis ins hohe Alter betrieben werden. Durch die technische Entwicklung, so sind leichte Kunststoffboote inzwischen möglich, und durch die verstärkte Mobilität konnten immer mehr Menschen in den vergangenen 50 Jahren diese Sportart ausüben. 

1894 wird Segeln olympische Disziplin.

Der deutsche Segelsport findet heute weltweite Anerkennung. Die Technologie der Cupper, die beim Admirals Cup oder beim Sardinia Cup segeln, gilt als unübertroffen. In den Jollen- und Kielbootklassen haben unsere Segler bei Olympiaden, Paralympischen Spielen, bei Welt- und Europameisterschaften zahlreiche Medaillen gewonnen. 
Segeln ist eine technische Sportart, die vom Einzelnen viel Einsatz verlangt. Wenn auch die Gewässer sozusagen naturgegeben vorhanden sind, benötigen Jollen und Yachten doch Liegeplätze, Winterlager und Wartung. Segler werden als Individualisten angesehen. Dennoch hat ihr Gemeinschaftssinn, ihr Realitätsbewusstsein und ihr Arbeitseinsatz Häfen, Hallen und Clubhäuser geschaffen.  Organisiert sind die Sportsegler im Deutschen Segler Verband.


Briefmarke Segeln
Briefmarke Segeln

Der Deutsche Segler-Verband (DSV) wurde am 04. März 1888 im Hamburg durch die folgenden Vereine gegründet: Norddeutscher Regatta Verein, Marine Regatta Verein, Elbsegel-Regatta-Verein, Berliner Regatta-Verein, Berliner Yacht-Club, Verein Seglerhaus am Wannsee, Zeuthener Segler-Verein, Berliner Segler-Club, Seglerclub "Tegelsee", Akademischer Segler-Verein, Verein Berliner Segler, Segel-Club "Rhe". Die Verbandszeitschrift war bis 1923 der "Wassersport", danach "Die Yacht".

Die beiden größten Segelsportveranstaltungen der Welt sind die Kieler Woche mit Regatten in olympischen und nicht-olympischen Bootsklassen und die Travemünder Woche mit Wettfahrten in 34 Klassen. Weiterhin ist die Warnemünder Woche von großer nationaler Bedeutung.
Solche Regatten sind für jeden Teilnehmer ohne Qualifizierung offen, andere erfordern eine vorherige Ausscheidung. Bei vielen Bootsklassen muss eine Qualifizierung nachgewiesen werde, ein Segelschein wird dabei notwendig. Die wohl aufwändigste Regatta ist der seit 1851 bestehende America’s Cup, der in geschützten Küstengewässern nach Wahl des Titelverteidigers abgehalten wird.


 

 

 

 

Segeln auf der Trave in Schlutup

Der Segelsport lebt von seinen Rekorden. Nur mit Windkraft innerhalb von weniger als 5 Tagen von Europa nach Amerika segeln, gegen den Wind um die ganze Erde segeln, als erster mit einer Segelyacht die Nordwestpassage bezwingen, Amerika umrunden – der Segelsport bietet mannigfaltige Möglichkeiten, Rekorde aufzustellen.
Dabei muss es ja nicht gleich ein Novum sein. Beachtliche Leistungen lassen sich auch im kleinen Kreis erzielen, im Verein, in der Boots-Klasse oder für jeden ganz persönlich. 
So viel noch zur Historie: 1895 nehmen an den Eröffnungsfeierlichkeiten des Kaiser-Wilhelm-Kanals, des heutigen Nord-Ostsee-Kanals 200 Segel- und Motoryachten aus vielen Ländern der Welt teil.
1720 wurde im irischen Cork der erste Yachtclub gegründet, und 1749 startete der Prince of Wales die erste Regatta, bei der es um einen Pokal ging. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden mehrere bedeutende Segelregatten ins Leben gerufen, wie beispielsweise der America’s Cup im Jahre 1851 und die Kieler Woche im Jahre 1882.
Den Mannen des Kieler Yacht Clubs verdanken wir auch die Prinz Heinrich Mütze. Helmut Schmidt trug so eine sehr gerne.

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