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Vom Ringen und Carl Abs, der plattdeutschen Eiche

 

 

 

 

Das organisierte Ringen, wie wir es heute in der Welt kennen, gehört mit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit ab 1896 zum olympischen Programm.
Einer der Pioniere dieses Sports in Mitteleuropa war der Hamburger Zimmermann Carl Abs.
Carl Johann Theodor Abs (* 12. September 1851 in Groß Godems in Mecklenburg; † 18. Februar 1895 in Hamburg), auch bekannt als „die plattdeutsche Eiche“ oder „german oak“ wurde der 1885 in New York inoffizieller Ringer-Weltmeister. Seine Popularität weckte die Ringerbegeisterung erst richtig.
1891 erfolgte die Gründung eines Dachverbandes aller deutscher Kraftsportler. Die Vielzahl der kleinen Vereine entwickelte sich aus der Absplitterung aus den Turnvereinen. Diese neuen Ringer- und Gewichtheberclubs wurden die tragenden Säulen des Amateursports. Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit, 1896 in Athen, verschafften dem Ringkampf in Deutschland große Popularität. Der auch im Turnen erfolgreiche Berliner Carl Schuhmann erkämpfte sich eine olympische Goldmedaille im Ringen. 

Briefmarke Ringen
Briefmarke Ringen


Ringen ist seit diesem Zeitpunkt fester Bestandteil des olympischen Programms, Carl Abs war jedoch nicht mehr dabei.
Am 26. Dezember 1894 trat Carl Abs ein letztes Mal in Rendsburg auf. Im Januar 1895 erkrankte er an einem Leber- und Nierenleiden, sowie Wassersucht. 
Er starb nach einmonatigem Kampf am 18. Februar 1895 in Hamburg.  Am 22. Februar 1895 wurde Abs auf dem Friedhof Ohlsdorf begraben.
Seit 1908 wird bei der Olympiade im griechisch-römischen und im freien Stil gerungen. Eine Vielzahl deutscher Sportler konnte seitdem, und das nicht nur bei den Sommerolympiaden sondern besonders bei Europa-  und Weltmeisterschaften, Medaillen nach Hause holen.
Der populärste Athlet im Nachkriegsdeutschland war der "Kran  von Schifferstadt", Wilfried Dietrich (* 14. Oktober 1933 in Schifferstadt; † 2. Juni 1992 in Durbanville, Südafrika), der im Superschwergewicht in Folge an fünf olympischen Spielen teilnahm, fünf Medaillen gewann und als 39jähriger 1972 in München in beiden Stilarten den vierten Platz belegte. Sein größter Erfolg war der Gewinn der olympischen Goldmedaille im Freistilringen 1960 in Rom.
Als überragende Nachkriegsathleten erwiesen sich auch die mehrfachen Welt- und Europameister Adolf Seger und Martin Knosp sowie der Olympiasieger 1984, Pasquale Passarelli, der außerdem Europa- und Weltmeister war.


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